RSS
f
Startseite > Presse > Gegen Sommerstau
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Gegen Sommerstau

11.07.2006Planung: Verkehr

Stadt baut dynamisches Parkleitsystem aus

MehrInformationen und Angebote für Autofahrer.

„Wir haben uns an einen Tisch gesetzt und Nägel mit Köpfen gegen den Sommerstau gemacht“, das betonten Bgm.-Stv. Harry Preuner, Baustadtrat Martin Panosch und Verkehrsstadtrat Johann Padutsch bei einem gemeinsamen Mediengespräch am Dienstag, 11. Juli 2006.

Die Maßnahmen:

Vollausbau des dynamischen Parkleitsystems mit Hinweisen auf freie Stellplätze auch für die Wifi-Garage, die Glockengassen-Garage und die Mirabell-Garage. Aufklappbare Stauschilder an den Autobahn-Abfahrten. 10-Euro-Kombiticket für Touristen auf den Park & Ride-Plätzen.

In Summe erhofft sich Preuner damit eine klare Verbesserung der Situation: „Weniger Stau, mehr Wirtschaftsfreundlichkeit – davon profitieren alle.“

Dynamisches Leitsystem:

Seit rund 10 Jahren wird in der Stadt Salzburg versucht, ein funktionierendes Leitsystem aufzubauen. Alle Bestrebungen waren bisher am Widerstand der Parkgaragenbetreiber gescheitert.

Im vergangenen Jahr konnte mit der Installierung eines dynamischen Systems, erarbeitet im Ressort Padutsch, für die beiden Altstadtgarage mit ihren rund 1.450 Stellplätzen der Grundstein für ein vollwertiges dynamisches System in der Landeshauptstadt gelegt werden.

An insgesamt neun Standorten (damit wurden die Zufahrten aus Richtung Westen und Süden erfasst) werden seit Advent 2005 die Autofahrer darauf hingewiesen, ob und wie viele Stellplätze in den beiden Altstadtgaragen frei sind. „Dieses System hat sich auf der ganzen Linie bewährt“, freut sich Stadtrat Martin Panosch.

Aufgrund der positiven Bilanz wurde Anfang 2006 mit den drei wichtigsten heimischen Garagenbetreiber (Wifi, Glockengasse, Congress Mirabell) Kontakt aufgenommen.

„Alle drei Betreiber standen der Erweiterung des Altstadtgaragen-Systems von Anfang an sehr positiv gegenüber“, so Preuner und Panosch. In mehreren Verhandlungsrunden einigte man sich auf die Erweiterung des Systems um sechs dynamische Schilder und eine Modernisierung/ Erweiterung des bestehenden statischen Systems.

Folgende Standort wurden vereinbart:

Route Nord:

  • Standort 1: Linzer Bundesstraße/Sterneckstraße (dynamisch)
  • Standort 2: Vorwegweiser bei Schwabenwirtsbrücke (statisch)
  • Standort 3: Voglweiderstraße/Gniglerstraße (dynamisch)
  • Standort 4: Voglweiderstraße/Schallmooser Hauptstr. (statisch)
  • Standort 5: Schallmooser Hpt. Str./Glockengasse (statisch)
  • Standort 6: Franz-Josef-Straße/Schrannengasse (statisch)
  • Standort 7: Lastenstraße/Gabelsbergerstraße (statisch)

Route West:

  • Standort 1: Innsbrucker Bundesstraße/Maxglaner Hauptstraße (dynamisch)
  • Standort 2: Innsbrucker Bundesstraße/Klessheimer Alle/Hans-Schmid-Platz (statisch)
  • Standort 3: Innsbrucker Bundesstraße/Aiglhofstraße (dynamisch)
  • Standort 4: Rudolf-Biebel-Straße/Ignaz-Harrer Straße (statisch)
  • Standort 5: Iganz-Harrer-Straße/General-Arnold-Straße (dynamisch)
  • Standort 6: Gebirgsjägerplatz/St.Julien Straße (statisch)
  • Standort 7: Schwarzstraße/Auerspergstraße (statisch)
  • Standort 8: Auerspergstraße/Rainerstraße (statisch)
  • Standort 9: Franz-Josef-Straße/Faberstraße (dynamisch)

In die Erweiterung des Leitsystems, welches spätestens zur Adventzeit im Einsatz sein soll, werden rund 150.000 Euro investiert, die je zur Hälfte von Stadt Salzburg und Garagenbetreiber getragen werden.

Die Betriebskosten der dynamischen Anlagen tragen zu 100 Prozent die Garagenbetreiber. „Damit haben wir nun einerseits beide Altstadthälften erfasst und andererseits ein vollwertiges dynamisches Leitsystem in der Landeshauptstadt“, erklärt Panosch.

Stauschilder auf Autobahn:

Allerdings kann auch das dynamische Leitsystem schnell an seine Grenzen stoßen, vor allem dann, wenn die Anzahl der Autos in der Stadt derart hoch ist, dass der innerstädtische Verkehr zum Erliegen kommt.

Um die Autofahrer in so einem Fall bereits so früh wie möglich über die Verkehrssituation in der Innenstadt zu informieren, wurden entlang des gesamten Salzburger Autobahnringes eigene Hinweistafeln aufgestellt.

Standorte:

  • A 10 RFB Norden vor der Abfahrt Sbg. Süd
  • A 1 RFB Wien vor der Abfahrt Sbg. West
  • A 1 RFB Wien vor der Abfahrt Sbg. Flughafen
  • A1 RFB Wien vor der Abfahrt Sbg. Mitte
  • A 1 RFB München vor der Abfahrt Sbg. Nord
  • B 155 Münchner Bundesstraße/Bessarabierstraße

Die Schilder sollen den Fahrzeuglenkern signalisieren, dass der Innenstadtbereich überfüllt ist und der P+R Parkplatz Messezentrum angefahren werden soll.

Die Aktivierung der Klappschilder wird bei einer 80%igen Auslastung der Mönchsberggaragen erfolgen. Dabei wird die Zentrale der Altstadtgaragen die Information über die Auslastung an die Verkehrsleitzentrale beim LPK Salzburg weitergeben, diese hält Rücksprache mit den Polizeiinspektionen und informiert danach die städtische Bauregie, die sofort ausrückt, um alle Schilder zu aktivieren.

Entspannt sich die Situation, erfolgt das Einklappen der Schilder wieder über die Bauregie. Rund 20.000 Euro hat die Stadt in Klappschilder investiert, die bereits seit Ende Juni in Betrieb sind.

Für Verkehrsstadtrat Johann Padutsch ist die Umrüstung der derzeit statischen Parkhinweise auf der Autobahn auf ein dynamisches System (Stichwort: elektronische Überkopfanzeigen) besonders wichtig. Mit der Asfinag wurde vereinbart, dass dies im Jahr 2008 entlang des Salzburger Autobahnringes erfolgen wird.

Wermutstropfen bleibe, so Padutsch, dass die so genannte „Schlechtwetterregelung“ an der Innsbrucker bzw. Münchner Bundesstraße schon seit geraumer Zeit von der Exekutive nicht mehr umgesetzt wird (an jenen Schlechtwettertagen im Sommer, an denen viele Touristen aus der Region in die Stadt kommen und keine freien Parkplätze mehr in der Innenstadt vorhanden sind).

Grund dafür sei, dass die Parkplätze nur über die Autobahn angefahren werden können, hier Vignettenpflicht bestehe und die Asfinag nicht bereit sei, für diese wenigen Tage im Jahr, für einige wenige Stunden auf den kurzen Zufahrtsstrecken die Vignettenpflicht aufzuheben bzw. keine Kontrollen durchzuführen.

Damit sei es der Exekutive aber auch nicht möglich, alle Kraftfahrzeuge auf die Ausweichparkplätze abzuleiten, da die Gefahr besteht, dass Vignettenkontrollen stattfinden und die abgeleitete Fahrzeuglenken dann hier bestraft werden.

Kombi-Ticket für Touristen:

Neu ist das Kombi-Ticket für Touristen: 10 Euro für einen P&R-Parkplatz und ein Tagesticket (bis zu 5 Personen), das gezielt mit einer Info-Broschüre von der TSG beworben wird. Die TSG habe nochmals eine Informationskampagne an die Tourismusverbände der Umlandgemeinden durchgeführt, so Preuner.

Die Touristiker wurden überdies darauf hingewiesen, dass im heurigen Sommer auf Grund der hohen Bautätigkeit in Zusammenhang mit NAVIS (Sperre Guggenmoosstraße und Gaswerkgasse, sowie Rudolf Biebl-Straße) massive Verkehrsbeeinträchtigungen zu erwarten sind.

Die Tourismusverbände wurden ersucht, ihre Mitgliedsbetriebe mit der dazugehörigen Broschüre eindringlich auf das Angebot Park&Ride hinzuweisen.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Gegen Sommerstau
RSS
f