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Abtreibungsdiskussion

09.08.2004Frauen

Ist die aktuelle Abtreibungsdiskussion in erster Linie ein Profilierungsversuch von Männern auf dem Rücken der Frauen?Bei genauer Betrachtung, von wem sie geführt wird, erscheint es ganz so.

Zur Abtreibungsdiskussion der letzten Wochen gibt es vermehrt Stellungnahmen – v. a. von männlicher Seite. Per email hat die Bürgerliste einen offenen Brief des Kath. Familienverbandes an LH Burgstaller zur Kenntnisnahme erhalten.

Die Unterzeichner, Mag. Rudolf Gruber und Mag. Josef Oberauer haben in ihrem Schreiben darauf hingewiesen, dass sich die Landeshauptfrau „gerade intensiv darum bemühe, verbotene Handlungen in Salzburg zu erleichtern“

In einer Stellungnahme der Bürgerliste zu diesem offenen Brief des Katholischen Familienverbandes Salzburg an LH Burgstaller hält die Bürgerlisten Gemeinderätin Mag. Ingeborg Haller – in ihrem Zivilberuf Rechtsanwältin – fest, dass der Schwangerschaftsabbruch nach der österreichischen Rechtslage in den ersten drei Monaten nicht strafbar und somit auch nicht verboten ist.

LH Burgstaller bemüht sich daher nicht – so wie der Katholische Familienverband meint - „Verbotene Handlungen„ zu erleichtern, sondern der seit über 30 Jahre geltenden Gesetzeslage gerecht zu werden.

Es wird sich bis zum Jahresende zeigen, ob LH Gabi Burgstaller ihre Ankündigung in der Stadt Salzburg die Abtreibung in den Landeskrankenanstalten oder einer gleichwertigen Einrichtung zu vernünftigen Preisen zu ermöglichen, auch wirklich umsetzt.

Es muss in der Stadt Salzburg endlich damit Schluss gemacht werden, dass Frauen, die sich zu einem Abbruch entschlossen haben, von den ÄrztInnen und Beratungseinrichtungen nach Wien verwiesen werden müssen, weil in Salzburg geeignete Einrichtungen fehlen.

Keine Frau entschließt sich leichtfertig zu einem Schwangerschaftsabbruch. In der Praxis lassen sich die Frauen vor der Entscheidung zum Abbruch mehrfach und nicht nur ärztlich beraten.

Die Forderung des Katholischen Familienverbandes Salzburg nach persönlicher und räumlicher Trennung von beratendem und abtreibendem Arzt ist im Zusammenhang mit der Diskussion um die Ermöglichung der Abtreibung in Salzburg, scheinheilig.

Nicht die Änderung der Gesetzeslage ist das Gebot der Stunde, sondern die Schaffung der Möglichkeit der Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen in der Stadt Salzburg!

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