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Tariferhöhungen

29.06.2007Planung: Verkehr

„Wie unattraktiv kann man einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel noch gestalten“ fragen sich Planungsstadtrat Johann Padutsch und Verkehrssprecher Bernhard Carl.

Im Städtevergleich ist die negative Vorreiterrolle in Sachen Tarife dem Verkehrsverbund sicher.

Wird beispielsweise die Stadt Wien seit 5 Jahren die Einzelfahrt am 1.7.2007 in der Kernzone von € 1,50 auf € 1,70 erhöhen, bleibt in Graz trotz Tariferhöhung die Einzelfahrt mit € 1,70 gleich. In Linz fährt man um vergleichsweise günstige € 1,60, wohingegen Salzburg mit € 1,80 beim Einzelfahrschein noch immer vorne liegt.

Auch bei den Wochen-, Monats- und Jahreskarten ist Salzburg im obersten Tarifbereich angesiedelt. Lediglich Wien, das jedoch über ein weit größeres Liniennetz verfügt liegt vor Salzburg. In Graz wird die Wochenkarte von € 9,20 auf € 9,60 erhöht, in Salzburg legt man satte € 12,40 ab. Bei der Monatskarte sieht es nicht besser aus: Graz € 32,50, Salzburg € 43,70 und auch bei der Jahreskarte müssen die Salzburger tief in die Tasche greifen – Graz € 308,--, Salzburg € 437,--.

Angesichts dieser Zahlen und der Tatsache, dass diesen permanenten Tariferhöhungen keinerlei Angebotsverbesserungen wie z. B. eine Intervallverkürzung entsprechen, ist klar, warum der Verkehrsverbund immer mehr an Attraktivität für die NutzerInnen verliert.

„Wir sind mit den Auswirkungen einer Klimaveränderung konfrontiert, die Menschen sind bereit umzudenken und ihr Mobilitätsverhalten zu ändern, Firmen entwickeln Mobilitätskonzepte, die SalzburgerInnen sind begeisterte RadfahrerInnen – nur die öffentlichen Verkehrsmittel tragen zu dieser Bewusstseinsbildung nichts bei“ ärgert sich der Verkehrssprecher der Bürgerliste, Bernhard Carl.

„Inwieweit Verkehrskonzepte bei Planungsvorhaben überhaupt noch realisierbar sind, hängt nicht zuletzt von der Attraktivität der Öffentlichen Verkehrsmittel ab. Mit permanenten Tariferhöhungen lassen sich Alternativen zum Auto nur schwer verkaufen“, stellt Planungsressortchef Padutsch fest.

Die Bürgerliste fordert daher ein Einfrieren der Tarife für die nächsten 5 Jahre.

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