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Kongresshaus

03.11.2003Planung: Wirtschaft

Endbericht bestätigt die von der Bürgerliste vor Baubeginn massiv aufgezeigte Kritik. Planungsfehler müssen nun nachträglich mit viel Geld behoben werden.

Der nun vorgelegte Bericht der Kongress, Kurhaus & Tourismusbetriebe der Stadt Salzburg (KKTB) vom 29.10.2003 bestätigt neuerlich und eindrucksvoll die vor Baubeginn von der Bürgerliste immer wieder geäußerte, massive Kritik am Projekt Kongresshaus Auerspergstraße.

Eklatante Planungsfehler, wie das damalige Fehlen von Rolltreppen, einer adäquaten Fassadengestaltung und erneuerbarer Energieträger konnten nachträglich noch bereinigt werden, indem die Stadt diese Zusatzkosten in Höhe von € 117.764,91 übernahm.

Aber auch der geringe Ausstattungsstandard beim Projekt wurde von der Bürgerliste massiv kritisiert bzw. thematisiert und zeigt sich dieser nun in Form von konkreten Zahlen und zwar:

  • Die Absurdität, dass das Hinweisschild auf das Kongresshaus am Objekt selbst an der Ecke Auerspergstraße/Rainerstraße nicht eingeplant war, dies aber natürlich notwendig ist und daher nachträglich realisiert werden musste, löste zusätzliche Kosten von € 69.898,23 aus.
  • Die eingebaute Liftanlage war so konzipiert, dass nicht jedes Stockwerk angefahren werden konnte. Dass dies jedoch im Betrieb für die Benutzer größere Probleme verursacht, war im Vorhinein klar und musste daher nunmehr nachträglich eine stockweise Ansteuerung der Liftanlage eingebaut werden, die weitere Kosten in Höhe von € 13.144.- verursachte.
  • Im gesamten ersten Obergeschoss fehlt jegliche gastronomische Versorgung und wurde diese nun mittels einem Zelt in den Kurgarten ausgelagert. Allein daraus ist ersichtlich, dass das Projekt auch immer schon funktionelle Mängel aufwies und diese nun durch Provisorien behoben werden müssen. Für die Energie- und Wasserversorgung aber auch die Abwasserbeseitigung für dieses Gastronomiezelt mussten weitere € 13.194,65 investiert werden. Generell ist die gastronomische Nutzung eines Teiles des Kurgartens mit Zelt/Anlieferung/Lagerung usw. schon problematisch genug, meist verkommt dieser Bereich jedoch, wie die Vergangenheit zeigt, in skandalöser Weise ohnehin zum PKW-Abstellplatz und das bis über die Geh- und Radwege hinaus.
  • Dass bei öffentlichen Gebäuden mit hoher Kundenfrequenz die Wände einen Oberflächenschutz erhalten bzw. Wandschutzleisten und Kantenschutz eingebaut wird ist Minimumstandard. Nicht einmal dieser unterste Ausstattungsstandard war in den Baukosten enthalten und ist dieser nachträglich mit einem zusätzlichen Kostenaufwand von € 12.821,24 realisiert worden.
  • Auch bei der technischen Ausstattung wurde enorm eingespart und mussten nun zusätzlich Schwanenhalsmikrofonen, Videoleinwänden, CD Recordern usw. angeschafft werden, damit ein Mindeststandard sichergestellt wird und hat dieses eine weitere Investition von € 8.632,77 notwendig gemacht.

Insgesamt belaufen sich diese zusätzlichen Kosten auf weitere € 145.903,86.

Die Verantwortung für diese Misere tragen jedenfalls die beiden ressortzuständigen Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Mitterdorfer und DDr. Gollegger, die nicht in der Lage waren, diese aufgezeigten Kritikpunkte bei der Projektumsetzung zu beheben.

Die Bürgerliste wird in der kommenden Sitzung des Stadtsenates und des Gemeinderates daher diesem Bericht nicht zustimmen.

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