RSS
f
Startseite > Presse > Maco Mayer
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Maco Mayer

11.11.2005Planung: Stadtplanung

Grünlandzerstörung ist er falsche Weg!

Zur laufenden Diskussion um eine Umwidmung von geschützten Grünlandflächen, im Gesamtausmaß von bis zu 8 ha zur Betriebserweiterung der Firma Maco Mayer und der Firma Porsche an der Alpenstraße folgende Stellungnahme:

  1. Die im Besitz der Moy’schen Gutsverwaltung befindlichen Flächen, südlich der Firma Porsche bzw. nördlich der Firma Maco an der Alpenstraße, sind als Grünland gewidmet. Es handelt sich um Wald im Sinne des Forstrechtes, Landschaftsschutzgebiet mit überregionaler Bedeutung, von der Grünlanddeklaration umfasst und Teil des Landschaftsgürtels Stadt Salzburg und Umgebungsgemeinden.
  2. Alle Planungsziele der Stadt, der Region und des Landes sprechen im städtischen, regionalen und überregionalen Interesse seit Jahrzehnten von der unbedingten Erhaltung der Grünland- und Waldflächen. Eine Kehrtwendung ist fachlich und rechtlich nicht darstellbar!
  3. Selbst ein politischer Kraftakt, der sich über diese Grundlagen hinwegsetzt, wird rechtskonform schwer darstellbar sein (das selbe galt allerdings für die Ausweisung der Urstein-Au als Gewerbepark).

    Eine Umwidmung hätte nicht nur im unmittelbaren Nahbereich präjudizielle Wirkung, sondern auch für andere Grünzonen der Stadt, ein Dammbruch und der Verlust großer, zusammenhängender Grünflächen, gesamtstädtisch ist deshalb nicht auszuschließen.

  4. Sowohl die Firma Maco als auch die Firma Porsche haben beim so genannten Gipfel bei Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer davon gesprochen, dass sie - zumindest mittelfristig - nicht mit den kleinen Flächen (jeweils ca. 10.000 m²) das Auslangen finden, sondern weitere Flächen eben bis zu jeweils 4 ha benötigen.
  5. Die Ausweitung der Betriebsflächen der Firma Maco ist kurzfristig in jene Gewerbehalle von Porsche möglich, die jetzt schon fremd vermietet ist. Für die dort tätige Firma ist es vergleichsweise einfach einen Ersatzstandort zu finden.
  6. Eine langfristig sinnvolle fachlich und rechtlich korrekte und ohne Grünlandverlust mögliche Strategie kann nur sein, eine der beiden Firmen auf einen adäquaten Ersatzstandort abzusiedeln und der anderen damit die Entwicklungsmöglichkeiten langfristig auf bestehenden Bauflächen zu sichern.

Nachdem die Firma Porsche vorwiegend nur Erdgeschossnutzungen beinhaltet, wäre es vermutlich kostengünstiger gemeinsam mit dieser Firma auf die Suche nach einem Ersatzstandort zu gehen, der auch ihr die entsprechenden Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Damit stünden der Firma Maco über 3 ha zusätzliche Baulandflächen zur Verfügung, die sie tunlichst erwerben sollte. Aus dem Kauferlös sowie aus Beiträgen der Wirtschaftsförderung von Stadt und Land Salzburg wäre dieser große, aber im Sinne einer klassischen und konsequenten Wirtschafts- und Standortpolitik einzig vernünftige Weg machbar.

Jetzt mit dem Argument „eh nur die kleine Lösung“ je 10.000 m² Grünland und Wald umzuwidmen bedingt, dass in einigen Jahren die selbe Diskussion neuerlich beginnt. Das hat nichts mit fundierter Standortpolitik zu tun.

Die Fehler der Vergangenheit, wie es Landeshauptfrau Burgstaller richtig sagt, können nicht durch neuerliche Fehler, Grünland- und Waldzerstörung bereinigt werden. Es muss jetzt das getan werden, was schon vor 20 Jahren getan hätte werden müssen:

Genügend Platz für eine oder beide erfolgreichen Firmen am bestehenden Standort und für die andere an einem anderen Standort, damit beide ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft haben.

Grünlandzerstörung gegen alle rechtlichen und fachlichen Grundlagen ist dafür jedenfalls der falsche Weg und bedroht potenziell auch die anderen, für alle Salzburger so wichtigen Landschaftsräume der Stadt.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Maco Mayer
RSS
f