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Gesundheitsproblem Feinstaub

02.01.2009Natur und Umwelt: Gesundheit

Grenzwert in der Landeshauptstadt vor Sylvester an 3 Tagen hintereinander, im Jahr 2008 35 mal überschritten!

Durch Feinstaubbelastung mehr als doppelt so viele Tote wie bei Verkehrsunfällen! Landespolitik viel zu zögerlich!

Im Jahr 2008 ist in der Stadt Salzburg bei der Messstelle Rudolfsplatz der Grenzwert für Feinstaub 35 Mal überschritten worden. Damit wurde nicht nur die strengere österreichische Regelung (30 Tage) bereits überschritten, vielmehr ist sogar die etwas weichere EU-Regelung für Luftschadstoffe erreicht.

Was nach dem Tag 30 passiert, ist offenbar völlig unklar, denn bisher sind keine akuten Maßnahmen des Landes bekannt.

Von einem positiven Trend in den letzten Jahren kann keine Rede sein. Vielmehr hat das Wetter die Überschreitungen im Jahr 2007 in Grenzen gehalten. 2004 hat es beispielsweise mit 34 Überschreitungen ähnlich viele gegeben wie heute.

Feinstaub in höheren Konzentrationen hat gravierende Folgen für die Gesundheit. Österreichweit gibt es laut Angaben der österreichischen Ärztekammer dieselabgasbedingte 1.467 Todesfälle bei über 30jährigen und circa 33.000 Asthmaanfälle pro Jahr. Insgesamt gibt es 2400 Todesfälle durch Feinstaub - Der Verkehr ist also unbestritten die Hauptursache.

Umgerechnet auf die Stadt Salzburg sind das ca. 25 Tote und 577 Asthmaanfälle, im gesamten Land Salzburg 100 Tote und 2.244 Asthmaanfälle. Die daraus entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten betragen in Salzburg zig Millionen!

Experten wie der Univ. Prof. Manfred Neuberger vom Institut für Umwelthygiene der Universität Wien haben sogar eine Senkung der Grenzwerte gefordert. Für die Wirkung von Feinstaub gäbe es nämlich keine Unbedenklichkeitsgrenze meint er.

„Das schlimme daran ist, dass die Saison für Feinstaub gerade erst begonnen hat und neben Dieselruß auch noch die Staubentwicklung durch Hausbrand und Rollsplitt dazu kommt" so Bernhard Carl, Gesundheits- und Umweltsprecher der Bürgerliste.

Die Immissionen sind vor allem im Nahbereich von Durchzugstrassen innerhalb von Städten und in Beckenlagen besonders hoch. Es ist also wichtig die Entstehung von Feinstaub innerhalb von Ballungsräumen möglichst gering zu halten.

„Angesichts der massiven Überschreitungen darf die Politik nicht weiter tatenlos zu sehen, wie Leben und Gesundheit unserer Bevölkerung gefährdet werden.

Auch weitergehende Maßnahmen wie Umweltzonen nach deutschem Vorbild, Fahrverbote und unentgeltliche Benützung von Öffentlichen Verkehrsmitteln bei weiteren Grenzwertüberschreitungen müssen dringend in Erwägung gezogen werden" so Bernhard Carl.

Die Bürgerliste fordert die Landeshauptfrau und den ressortzuständigen Landesrat Blachfellner auf, endlich tatkräftig gegen die gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung Sofortmaßnahmen zu verhängen und einen Aktionsplan für zukünftige Grenzwertüberschreitungen vorzulegen, wie es das Gesetz (IG-L) vorschreibt.

„Die bisherigen Maßnahmen reichen offensichtlich nicht aus. Was hat sich die Landesregierung für den 31. Tag der Überschreitungen überlegt?

Wird es in Zukunft restriktive Maßnahmen für den Autoverkehr geben, dürfen nur mehr PKW und LKW mit Dieselfilter fahren, gibt es ein generelles Fahrverbot, zahlt die Landesregierung für die entgeltfreie Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel wenn die Grenzwerte überschritten werden?" fragt Carl abschließend.

 

 

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