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Feinstaub

17.01.2006Natur und Umwelt: Gesundheit

Feinstaubproblematik wird virulent!Mehr Todesfälle durch Feinstaub als durch Verkehrsunfälle!Bürgerliste fordert rascheres Handeln auf Stadt- und Landesebene.

„Die Steiermark zeigt wie es gehen könnte, Salzburg verschläft Gesundheitsschutz“, meint Gesundheitssprecher Mag. Bernhard Carl.

In den letzten Tagen wurden, wie allseits bekannt, die Grenzwerte für Feinstaub mehrfach überschritten. Angesichts der massiven Auswirkungen auf die Gesundheit fragt man sich, wieso kaum Maßnahmen zur Eindämmung dieses Problems ergriffen werden bzw. das Problem öffentlich kaum bis gar nicht thematisiert wird.

Ganz im Gegensatz zu Salzburg hat der steirische Umweltlandesrat gestern massive Konsequenzen im Kampf gegen den Feinstaub angekündigt.

Neben Gratistickets für öffentliche Verkehrsmittel, die seit Donnerstag ausgegeben und offenbar gut angenommen werden, sind bei weiteren Überschreitungen auch Fahrverbote im Bereich des Individualverkehrs vorgesehen - und dies nicht nur für Dieselfahrzeuge ohne Katalysator!

In Salzburg hingegen beschränkt man sich auf die Förderung von Dieselpartikelfilter, Tempo 100 auf der Tauernautobahn und zahnlose Aufrufe, das Auto stehen zu lassen und alternative Fortbewegungsmittel zu wählen. Aus der Landesregierung hört man, Fahrverbote seien nicht zu exekutieren. Eigenartig ist, dass dies in der Steiermark serwohl möglich zu sein scheint.

„Wenn man bedenkt, dass durch Feinstaub jährlich doppelt so viele Menschen sterben als durch Unfälle im Straßenverkehr (1467 zu 764), fragt man sich warum die Landesregierung fast tatenlos zusieht.

Offenbar nimmt sie lieber weiter dieses Gesundheitsrisiko in Kauf als möglicherweise unbequeme und damit unpopuläre Maßnahmen zu setzen“, ärgert sich Gesundheitssprecher Mag. Bernhard Carl.

Auch wenn die Magistratsdirektion bezüglich unseres Antrags auf Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Erstellung eines Maßnahmenpakets mitteilt, dass offensichtlich bereits ämterübergreifend an einem solchen gearbeitet wird, fordert die Bürgerliste ein rascheres Vorgehen.

In der Steiermark gehen hier die Uhren offensichtlich anders!

Laut Umweltlandesrat Manfred Wegscheider (SPÖ) werden die Maßnahmen gegen den Feinstaub "ganz restriktiv sein, bis hin zu Fahrverboten nicht nur für Dieselfahrzeuge ohne Kat".

Noch im Jänner solle ein neues Maßnahmenbündel vorgestellt werden, da das bisherige Paket nicht effizient genug ist. Das neue Programm folgt einem Stufenplan, beginnend mit einer Aufklärungskampagne. Eingewirkt werden soll nicht nur auf den Verkehr, sondern auch auf andere Emissionsquellen, etwa Heizungen, wobei neue Förderungen den Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen schmackhaft machen sollen.

Positiv gelaufen ist bisher offensichtlich auch die Aktion Gratis-Ticket-Angebot für öffentliche Verkehrsmittel im Raum Graz: Rund 1.500 Tageskarten seien ausgegeben worden, über 3.000 Personen haben sich bereits für diese Aktion, die auf den freiwilligen Autoverzicht an besonders belasteten Tagen abstellt, registrieren lassen.

„Man sieht also, dass in der Steiermark der zuständige Landesrat (SPÖ) rascher und effizienter zu handeln bereit ist als sein Salzburger Parteikollege.

Es ist höchst an der Zeit, dass die verantwortlichen Politiker in Stadt und Land die Gesundheitsbelastung durch Feinstaub ernst nehmen und rasch handeln“, meint Gesundheitssprecher Mag. Bernhard Carl.

http://steiermark.orf.at/stories/83020/

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