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Wohnleitbild

17.06.2005Soziales: Wohnen

Das Wohnleitbild der Stadt liegt nun vor. Eine Analyse der Bürgerliste.

Auf Initiative von BL-Sozialsprecherin Ulrike Saghi wurde in einem 4-Parteien Antrag die Erstellung eines Wohnleitbildes vereinbart, das nun vorliegt.

Langjährige Forderungen der Bürgerliste finden sich in diesem Papier wieder – einer der wesentlichen Punkte, die Vergabe der Genossenschaftswohnungen durch die Stadt fand allerdings wieder keine Mehrheit.

Gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung tragend, soll in Hinkunft bei der Planung von neuem Wohnraum auf bedarfsgerechtes Bauen besonderes Augenmerk gelegt werden – das bedeutet, dass z. B. für AlleinerzieherInnen und Mehrkindfamilien entsprechende Grundrisse vorzusehen sind.

Dies war bisher nicht selbstverständlich, dadurch entstanden Fehlplanungen, die den tatsächlichen Bedürfnissen nicht entsprachen.

Auch der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung wird mit Hilfe von Barrierefreiheit und Lifteinbauten entsprochen, um älteren Menschen den Verbleib in ihren Wohnungen zu erleichtern.

Andererseits können durch Mobilitätshilfen und Unterstützung beim Umzug ältere allein stehende MieterInnen dazu bewogen werden, ihre großen, teureren Wohnungen gegen kleinere, günstigere zu tauschen und somit den benötigten Wohnraum für Familien freizumachen.

Das Bekenntnis zu Generalsanierungen von bestehendem Wohnraum auf Kat. A wird die Qualität von bestehendem Wohnraum verbessern.

Für Ulrike Saghi sind mit diesen Vereinbarungen zwei ihrer wesentlichen Forderungen, die Mobilitätsanreize und die Qualitätsverbesserung festgehalten.

Was die Lösung des Problems der Wohnungsknappheit betrifft, wurde allerdings der wirklich effiziente Schritt, nämlich das Einweisungsrecht der Stadt in die Wohnungen der Genossenschaften von den anderen Fraktionen nicht mitgetragen.

Mit diesem Potential an Wohnraum würde es der Stadt gelingen, beispielsweise jene Familien zu versorgen, die unter großem finanziellen Druck stehen (AlleinerzieherInnen, AlleinverdienerInnen, Arbeitlose, etc.) und meist mit ihren Kindern in Garconnieren oder 2-Raum Wohnungen ihr Dasein fristen müssen.

Stattdessen finden sich in den Genossenschaftswohnungen vorwiegend wirtschaftlich abgesicherte Menschen, die aufgrund „guter“ Kontakte in den Genuss dieses günstigen Wohnraumes kommen.

Solange die Stadt nicht wie z. B. im Land Salzburg oder auch in Innsbruck die Möglichkeit dieser Vergaben hat, wird es ihr weder gelingen in den städtischen Wohnungen für eine gute soziale Durchmischung und somit ein friedliches Miteinander Sorge tragen zu können, noch die wirklich dringend anstehenden Wohnversorgungen von Menschen am unteren Ende der sozialen Leiter zu gewährleisten.

Das zweite ungenutzte Potential ist der Wohnungsneubau auf bereits gewidmetem Bauland und die Verdichtungen in bestehendem Siedlungsgebiet.

Es ist nicht nötig, wie von der SPÖ gefordert, für neue Wohnungen das Gründland in der Stadt zu zerstören, vielmehr muss der Bürgermeister endlich an den Landesgesetzgeber herantreten, damit bereits gewidmetes Bauland auch tatsächlich bebaut wird.

Mit diesen Maßnahmen könnte es gelingen, der dringenden Nachfrage nach leistbarem Wohnraum nachzukommen, ohne dafür wertvolles Grünland zu zerstören und somit die Lebensqualität in Salzburg erheblich zu verschlechtern.

Aufgrund dieser Mängel kann das Wohnleitbild für die Bürgerliste nach wie vor nur ein Schritt sein. Wie ernst es die anderen Parteien mit der Umsetzung dieser auf geduldigem Papier verfassten Übereinkünfte nehmen, wird sich bei den Budgetverhandlungen, wenn es um konkrete Finanzierungen geht, herausstellen.

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