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Soziale Dienste

15.06.2005Soziales: SeniorInnen und Generationen

Finanzierungsstreit um Soziale Dienste - eine Schande für Gemeinden, Stadt und Land! Bürgerliste fordert die Beendigung des pokerähnlichen Streits, um endlich zu einem positiv Ergebnis zu kommen.

Seit Jänner 2005 gibt es für die Sozialen Dienste, Hauskrankenpflege und Haushaltshilfe, einen Mindestlohn in der Höhe des Kollektivertrages, aber das die Stundensätze der Sozialen Dienste bestimmende Land, zahlt weiterhin den niedrigeren Stundensatz von 2003. Das bedeutet, die MitarbeiterInnen der Sozialen Dienste müssten seit Jänner 2005 um 2,5% mehr Lohn erhalten, dieser kann aber von den Arbeitgebern nicht bezahlt werden.

„Vielmehr droht den älteren und somit teureren ArbeitnehmerInnen die Kündigung. Sie werden durch jüngere, billigere MitarbeiterInnen ersetzt. Entscheidungen wie diese zerstören in der Folge jegliche Strukturen und gefährden den sozialen Frieden und schüren den Generationenkonflikt“, meint Sozialsprecherin Ulrike Saghi.

Das Land hat bis heute keine Erhöhung der Stundensätze vorgenommen, weil die Verhandlungen zwischen Gemeinden/Stadt und Land immer wieder fehlschlagen. Das Land fordert bei den Sozialen Diensten eine 50:50 Teilung, dem stimmen die Gemeinden und die Stadt nur zu, wenn die Kostenaufteilung bei den Sozialhilferichtsätzen sich zu ihren Gunsten verschiebt.

„Da wird gepokert auf Kosten der MitarbeiterInnen und der Betreuten“, so Sonja Schiff, Seniorensprecherin der Bürgerliste. „Die MitarbeiterInnen, ohnehin nicht die Bestbezahlten in diesem Land, erhalten das ihnen zustehende Gehalt nicht. Das wirkt nicht gerade motivierend auf eine Berufsgruppe, die sowohl körperlich wie auch psychisch Enormes leistet.“

„Das Signal, das hier gesetzt wird ist fatal – Arbeit für und mit Menschen ist nichts wert – der Mensch an sich verliert an Wert“, meint Ulrike Saghi.

Diese Form der Finanzverhandlungen wirkt sich negativ auf die KlientInnen der Sozialen Dienste aus. Das sind vor allem alte betreuungsbedürftige Menschen samt Familien, die verunsichert werden, wenn von Kündigungen gemunkelt wird und die Frage im Raum steht, ob morgen noch ihre Betreuung gesichert wäre.

Sonja Schiff weiter: „Es ist ein Armutszeugnis für alle an den Verhandlungen Beteiligten. Wir stehen am Anfang der Altersentwicklung unserer Gesellschaft und schon jetzt beweisen die Verantwortlichen, dass sie jene die Hilfe geben und jene die Hilfe brauchen im Stich lassen würden.“

„Die einzigen Gewinner sind, laut Schiff, Land, Gemeinden und Stadt. Denn diese sparen sich mit diesem Pokerspiel seit einem halben Jahr die 2,5 % Erhöhung für die Sozialen Dienste und es sieht so aus, als wollten sie noch ein paar weitere Monate pokern“.

Die Bürgerliste fordert Land, Gemeinden und Stadt auf, den auf Kosten der MitarbeiterInnen und Betreuten geführten Streit zu beenden und zu einem positiv Ergebnis zu kommen.

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