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Bäume am Rudolfskai

03.10.2003Natur und Umwelt

Langsames Baumsterben oder komplette Revitalisierung.

Wie bereits in der Pressekonferenz am 13. Mai 2003 mit Vertretern der Anrainer, der Landesumweltanwaltschaft, des Naturschutzbundes, des Stadtvereins, der Sachverständigenkommission für Altstadterhaltung und der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg vorgestellt, wird im Zuge des Radwegebaues die kranke Baumreihe am Rudolfskai neu hergestellt.

Aufgrund des aktuellen Baubeginns Anfang Oktober 2003 bzw. der vorher notwendigen Baumfällungen, in der Woche von 6. Oktober bis 12. Oktober, erlaube ich mir Ihnen mit nachstehender Medieninformation die ggst. Angelegenheit nochmals in Erinnerung zu rufen.

Baumreihe am Rudolfskai

Zahlreiche Bäume der Baumreihe am Rudolfskai zwischen Mozartsteg und Nonntaler Brücke sind krank. Viele der 75 Bäume befinden sich laut einer Untersuchung des Naturschutz-Sachverständigen Mag. Günter Nowotny in einem derart schlechten Zustand, dass sie nur mehr wenig Überlebenschancen haben.

Die Hauptschuld liege am nur sehr geringen Wurzelraum, der noch dazu durch Streusalz und Rückstände aus dem Straßenverkehr schwer belastet ist.

In der ersten Oktoberhälfte 2003 wird der Radweg gebaut. Damit kann auch das Erdreich ausgetauscht und der Wurzelbereich für einen Großteil der Bäume deutlich verbessert werden.

Dafür müssen aber von den 75 bestehenden, teilweise kranken Bäume insgesamt 46 gefällt sowie weitere 6 Jungbäume ausgegraben und durch neugepflanzte ca. 8 Meter hohe Ahornbäume ersetzt werden.

Es war keine leichte Entscheidung, aber für die langfristige Erhaltung die beste Lösung.

Für die im Sinne des Baumschutzes und des Altstadtbildes wichtige Entscheidung im Ressort von Stadtrat Padutsch wurden zwei Möglichkeiten mit Anrainerinnen (rund 150 Einladungen waren verteilt worden), Vertretern des österreichischen Naturschutzbundes, des Stadtvereines und der Sachverständigenkommission nach dem Altstadterhaltungsgesetz, der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg und der Landesumweltanwaltschaft besonders intensiv diskutiert:

  1. der sukzessive Austausch der Bäume d.h. warten bis einzelne Bäume sterben und diese dann nachpflanzen in die bestehenden schlechten Bodenverhältnisse (ca. 2/3 aller Bäume sind davon in den nächsten 10 Jahren betroffen) oder
  2. eine Generalsanierung der Baumreihe, d.h. schweren Herzens alle Bäume umschneiden und eine komplette Neupflanzung, verbunden mit großzügigem Bodenaustausch, wobei neu geschaffene Wurzelbrücken den Bäumen die ungehinderte Ausbreitung des Wurzelraumes bis in die Salzachböschung ermöglichen sollen.

Nach Abwägung aller Für und Wider fiel die Entscheidung einstimmig auf eine Generalsanierung durch Neupflanzung der gesamten Baumreihe.

Nachgepflanzt werden etwa acht Meter hohe Spitzahorne mit einem Stammumfang von 25 bis 30 cm und einem Pflanzabstand von maximal 8 Meter. Bei dieser Pflanzgröße wird der robuste und attraktive Alleebaum das gewohnte Erscheinungsbild des Rudolfskai bereits wesentlich prägen. Auch die Heckenreihe zwischen den Bäumen wird durchgehend wieder neu gepflanzt.

Da die Salzburger Altstadt beim Jahrhunderthochwasser 2002 um ganze acht Zentimeter an einer Katastrophe vorbeigeschlittert ist, wird im Zuge des Radwegebaus auch der Hochwasserschutz mittels einer Mauer mit einer Höhe von 15 bis 60 cm zwischen Radweg und Grünstreifen verbessert.

Geplanter Baubeginn ist in der ersten Oktoberhälfte 2003, die dafür erforderlichen Baumfällungen beginnen ab Montag den 6.10.2003. Der Fertigstellungstermin der Bauarbeiten und damit auch die Neupflanzung der Baumreihe ist im Frühjahr 2004 vorgesehen.

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