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Uni Park Nonntal Freisaal

25.09.2003Planung: Stadtplanung

Umsetzung beginnt! Universität, Sportzentrum, ARGE Kultur, Grünkeil.Padutsch: Alle Voraussetzungen für Startschuss gegeben.

Nachdem nun nach umfangreichen Verhandlungen mit den verschiedensten Partnern die Voraussetzungen gegeben seien, würden noch im Oktober die ersten Bauarbeiten für das Milliarden-Projekt „Uni-Park“ beginnen, erklärte Planungsstadtrat Johann Padutsch, bei einem Pressegespräch mit Lokalaugenschein am Donnerstag, 25. September.

Als erster Schritt werden das Sportzentrum Mitte und die damit als Grünflächen-Ausgleich verbundene Renaturierung des Akademiestraßen-Parkplatzes realisiert.

In spätestens sieben Jahren soll der Uni-Park mit neuen Instituten für Geisteswissenschaft und Mozarteum, Sportzentrum mit Halle und Spielfeldern, Arge Kultur und seinem großen Grünkeil zwischen Freisaal und Altstadt bezugsfertig sein.

Wie Padutsch ausführte, sei nicht nur die Nutzungsvereinbarung zwischen den Sportvereinen des künftigen Sportzentrums Mitte, den Schulen an der Akademiestraße und dem Landesschulrat, unterschrieben.

Die Ausschreibung aller Gewerke ist ebenfalls erfolgt, alle Angebote lägen am Tisch, die Beauftragung könne unverzüglich erfolgen. Die naturschutzbehördliche Bewilligung zur Erweiterung der Schulsportanlagen ist erteilt, der Flächenwidmungsplan beschlossen.

Sportzentrum Mitte Teil 1

Erweiterung der Schulsportanlagen Akademiestraße. Die bestehenden zwei Spielfelder der Schulsportanlage werden auf vier Spielfelder erweitert. Sofort werden drei errichtet, das vierte mit einer Zeitverzögerung von rund zwei Jahren, weil für die Erweiterung des BRG und für die darauf folgende Sanierung des BORG, eine Containerschule errichtet werden muss und Platz für die Baustelleneinrichtung gebraucht wird.

Finanzierung:

  • BIG (Sanierungsant.) € 300.000.-
  • Stadtgemeinde: € 422.800.-
  • Land Salzburg: € 422.800.-
  • Bund: € 234.400.-
  • Summe: € 1,380.000.-

Neuer Grünkeil mit 27.000 Quadratmeter Schmaler Streifen von Freisaal für Sportzentrum notwendig Einziger Wehmutstropfen – so Padutsch - für Teil 1 des Sportzentrums ist die Tatsache, dass das Ziel, die Erweiterung der Schulsportanlagen innerhalb der bestehenden Grenzen zu schaffen, nicht erreicht werden konnte.

Die bestehende Hecke muss Richtung Süden versetzt werden, der relativ schmale davon betroffene Streifen im Landschaftsschutzgebiet Freisaal, hat eine Gesamtfläche von 4.160 Quadratmeter.

„Dieser Eingriff ist sehr schmerzhaft“, erklärte der Stadtrat, “in Summe wird aber durch den Unipark unvergleichlich mehr Landschaftraum zurückgewonnen als verloren geht.“

Durch die geplante Umwidmung des Akademiestraßenparkplatzes in zwei Phasen wird eine Fläche von 13.174 Quadratmeter, die derzeit zur Gänze als Parkplatz genutzt wird, hinkünftig als Grün- und Erholungsfläche zur Verfügung stehen.

Um sicher zu stellen, dass unabhängig von der Gesamtrealisierung des Uniparks, jedenfalls mehr Landschaftraum zurück gewonnen wird als verloren geht, werden im ersten Schritt über 5.000 Quadratmeter des bestehenden Akademiestraßenparkplatzes entfernt und in die Wiesenlandschaft integriert. Dies ist rechtlich mit dem naturschutzbe-hördlichen Bescheid sicher gestellt.

Die Gesamtfläche des neu gewonnenen bzw. rückeroberten Landschaftraumes (Grünkeil bis zu den neuen Universitätsbauten) beträgt 27.596 Quadratmeter, rund um die alte Berchtoldvilla werden weitere 2368 Quadratmeter Grünland entstehen.

Sportzentrum Mitte Teil 2

Finanzierung durch Stadt, Land und Bund gesichert. Zu Teil 2 und Teil 3 des Sportzentrums, liegen mittlerweile der Gemeinderatsbeschluss, der auch den Finanzierungsanteil der Stadt regelt, und der Beschluss der Landesregierung vor, wobei der Finanzierungsanteil des Landes noch aufgestockt wird.

Der Finanzierungsanteil des Bundes (Bildungsministerium) reicht aus, um Teil 2 mit der Errichtung eines Hauptspielfeldes und den großen neuen Sporthallen auszufinanzieren.

Zur Ausfinanzierung gab es gestern Mittwoch, den 24.September, ein Gespräch, bei dem der Bund eine Vorauszahlung der künftigen Betriebskosten angeboten hat.

Dieser Betrag reicht für die Ausfinanzierung von Teil 3 des Sportzentrum Mitte, allerdings würde der Stadtanteil für die laufenden Betriebskosten höher.

Baubeginn für ARGE Kultur zu Jahreswende Sportzentrum ersetzt SAK-Trainingsfläche. Der Beschluss des Gemeinderates zur Errichtung des Neubaus der ARGE Kultur liegt vor, das Projekt wurde zur Realisierung der stadteigenen Leasinggesellschaft übertragen, die Planung ist zur Baubewilligung eingereicht, die Flächenwidmungsplan-Änderung vom Gemeinderat verabschiedet.

Mit der Errichtung des Sportzentrum Mitte Teil 1 wurden auch die Voraussetzungen geschaffen, die ARGE-Kultur am neuen Standort zu bauen. Dieser Standort war bisher teilweise durch ein kleines Trainingsfeldes des SAK genutzt.

Der Verlust dieses Trainingsfeldes wird durch die Errichtung der vergrößerten Schulsportanlage südlich der Akademiestraße kompensiert, eine Verzichtserklärung des SAK liegt deshalb vor, der Baubeginn wird zur Jahreswende 2003/2004 erfolgen.

Durchbruch für Projekt Uni-Park: Kompliziertes Grundstückskarussell zwischen Stadt, BIG und Stift St.Peter.

Die Kaufverträge mit denen die Bundesimmobiliengesellschaft von der Stadt eine 18.705 Quadratmeter große Fläche (bestehende Unionsportanlage) kauft und die Stadt vom Erzstift St. Peter eine ebenso große Fläche (bestehende Universitätsprovisorien) erwirbt, sind unterschriftsreif. Der dafür notwendige Amtsbericht wurde bereits an die gemeinderätlichen Gremien weitergeleitet.

Die Vertragsunterzeichnung soll noch im Oktober, möglichst vor der aufsichtsbehördlichen Bewilligung des neuen Flächenwidmungsplanes, der vom Gemeinderat ebenfalls schon beschlossen wurde, unterzeichnet werden. Der Kaufpreis beträgt jeweils 8,156.072 Euro.

Im gemeinsam mit dem Erzstift St. Peter ausverhandelten Gesamtpaket, ist weiters der Erwerb des Wallistraktes, der Residenz in der Altstadt, durch St. Peter vorgesehen. Das bestehende Baurecht der Erzdiözese wird durch die BIG abgelöst.

Die Grunderwerbskosten von Stadt und BIG betragen jeweils 370.023 Euro, das bestehende Superädifikat (Provisorialbauten) wird von der Stadt übernommen, der jährlich von der Universität an St. Peter zu zahlende Pachtzins, von rund 106.000 Euro, soll in den ersten sieben Jahren von der Stadt nicht eingehoben werden.

Dieser Verzicht zu Gunsten der Universität soll die Finanzierung der Neubauten erleichtern. Ab dem achten Jahr würde dieser Betrag von der Stadt wieder verrechnet. Der Zeitrahmen wurde deshalb gewählt, weil alle Verhandlungspartner davon ausgehen, dass die Neubauten spätestens nach sieben Jahren bezugsfertig sind.

Über weitere Vertragsbestimmungen wird sichergestellt, dass die Verfügungsgewalt über die Provisorialbauten nach Auszug der Universität bei der Stadt liegt und das auf dem von der BIG erworbene Grundstück nur Universitätsbauten errichtet werden können.

„Die Verhandlungen sind in einem sehr positiven, konstruktiven und optimistischen Klima sehr engagiert geführt worden. Der Abschluss der Verträge stellte einen definitiven Durchbruch für das Gesamtprojekt Unipark dar“, erklärte Stadtrat Johann Padutsch.

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