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Dieselrussfilter

02.06.2005Natur und Umwelt: Gesundheit

Feinstaub: Bürgermeister Schaden will keine Förderung für Dieselrussfilter.Sind Todesfälle und Krankheiten kein Argument?

Vor zwei Monaten noch, am Ende des Winters, waren Feinstaub und Dieselrusspartikelfilter in aller Munde. Folgen des Feinstaubs sind Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen. Erst kürzlich hat eine Studie der LMU München nachgewiesen, dass an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung das Herzinfarktrisiko erheblich steigt. Es geht also nicht nur um Langzeitwirkungen.

Laut Aussagen der Österreichischen Ärztekammer bewirkt Dieselruß pro Jahr in Österreich 1467 Todesfälle, ca. 2600 Krankenhausaufnahmen und volkswirtschaftliche Kosten von 1,7 Milliarden Euro.

Die Bürgerliste hat im März einen Antrag eingebracht, wonach in Salzburg, ähnlich wie in Graz und Linz schon praktiziert, die Nachrüstung für Dieselrussfilter für Pkw durch das Land mit 300.- und durch die Stadt mit 100.- Euro gefördert werden. (LKW 700.- bzw. 300.- Euro).

„Das Land hat in den letzten Tagen die Förderung von Dieselrussfiltern begonnen, da sollte die Stadt gleich mitziehen“, sagt Mag. Bernhard Carl, Gesundheitssprecher der Bürgerliste.

Eine entsprechende Anfrage bei BM Schaden hat dieser nach 3 Wochen Fristüberschreitung endlich beantwortet. Er hält die Maßnahmen des Landes für ausreichend, möchte in der Stadt nichts Entsprechendes anbieten und führt dabei finanzielle Argumente ins Feld.

Dabei wäre eine zusätzliche Förderung in der Stadt Salzburg eine weitere Motivation für eine Nachrüstung. Bekanntlich ist die Feinstaubproblematik in Ballungsräumen besonders virulent. Der Verweis auf beschlossene Förderungen durch den Bund trifft die Sache nicht, da diese ausschließlich für Neufahrzeuge gelten sollen. Eine flächendeckende Verbreitung würde Jahre dauern.

Jetzt wo wetterbedingt die Konzentrationen in den Ballungsräumen sinken, scheint die Motivation, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, geringer zu werden. Der Bürgermeister lehnt es ab, für einfache und dringliche Gegenmaßnahmen Geld in die Hand zu nehmen.

„Wenn Geld für Abenteuer wie die Olympiabewerbungen da sind, sollten auch Gesundheitsschutzmassnahmen kein Problem sein“, so Carl weiter.

„Die nächsten Überschreitungen der Grenzwerte für Feinstaub sind programmiert. Spätestens im Herbst werden sie sich wieder häufen. Um möglichst bald einen messbaren Erfolg zu erreichen, müssen jetzt Maßnahmen ergriffen werden. Dieselrussfilter ist dabei eine von vielen Möglichkeiten. Im Sinne des Gesundheitsschutzes muss auch der Bürgermeister jetzt handeln.“, meint Mag. Bernhard Carl abschließend.

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