RSS
f
Startseite > Presse > Spielplatzgestaltung
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Spielplatzgestaltung

31.05.2005Frauen: Gender Mainstreaming

Bürgerliste fordert Geschlechtergerechte Spielplatzgestaltung.

Im Salzachseegebiet wird die Stadt Salzburg einen neuen Kinderspielplatz errichten, mittelfristig sollen die Kinderspielplätze der Stadt saniert und auf einen neuen Stand gebracht werden.

Spielplätze sind als Freiräume für Kinder von besonderer Bedeutung. Doch bei der Spielplatz-Gestaltung wird noch kaum Rücksicht auf Mädchen und ihre Anforderungen genommen.

„Buben und Mädchen unterliegen schon im Kleinkindalter gesellschaftlichen Rollenklischees, die ihr späteres Sozialverhalten als Frauen und Männer prägen. Daher muss den unterschiedlichen Interessen von Mädchen und Buben besondere Aufmerksamkeit gegeben werden“, fordert Gemeinderätin Sonja Schiff.

Auf vielen Spielplätzen ist zu beobachten, dass sich Mädchen in die Position der Beobachterinnen drängen lassen, während Buben die dominierenden Gestalter der Freiflächen sind. Nur selten sind Mädchen in die Ballspiele der Buben integriert und nur selten nehmen Mädchen genauso viel Raum ein wie die Buben.

Geschlechtssensible Spielraumgestaltung, nach dem Prinzip Gender Mainstreaming, bedeutet, dass durch gezielte Gestaltungsmaßnahmen Mädchen wie Buben dieselben Entfaltungsmöglichkeiten geboten werden müssen. Spielplätze, die für Mädchen gleichermaßen attraktiv sind wie für Buben, sollten räumlich strukturiert sein, etwa in einen Sportbereich mit Volleyballnetz (nicht nur ein Fußballplatz!), in einen Kommunikationsbereich zum Treffen mit Gleichaltrigen, in Rückzugsbereiche, Naturbereiche wie Brunnen und Teiche sowie in Spielbereiche.

Für Mädchen muss ebenso viel Platz zur Verfügung stehen wie für Buben. Fußballwiesen, die eher von Buben als von Mädchen genutzt werden, sollen nicht die dominierende Fläche eines Spielplatzes darstellen. Wenn doch, dann nur in einer integrativen Art und Weise.

Erste Bemühungen zu einer geschlechtersensiblen Gestaltung der städtischen Spielplätze wurden vom Gartenamt der Stadt Salzburg bereits getätigt. Eine systematische Implementierung ausschließlich geschlechtersensibel gestalteter Kinderspielplätze wird aber derzeit noch nicht durchgeführt.

Die Gemeinderätin Sonja Schiff stellte deshalb im heutigen Bauausschuss den Antrag, Vizebürgermeister Preuner möge mit Einbindung des Frauenbüros, für die künftige Gestaltung von Kinderspielplätzen Kriterien für eine geschlechtersensible Spielraumgestaltung erarbeiten und diese erstmals bei der Gestaltung des Kinderspielplatzes Salzachsee umsetzen.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Spielplatzgestaltung
RSS
f