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Beschädigung eines Kriegerdenkmals als Folge nach Forderung einer differenzierten Betrachtung?

23.10.2009Demokratie

In Zusammenhang mit einer ÖVP-Aussendung vom 21.10.2009 über die Sanierung des beschädigten Kriegerdenkmals im Nonntal ist es durch Gemeinderat Preims zu einer empörenden Vermischung mit einem im Sommer eingebrachten Antrag der Bürgerliste gekommen.

Zitat aus der Aussendung der ÖVP: „Die von den Grünen losgetretene Diskussion um Kriegerdenkmäler in der Stadt Salzburg und die in der Folge eingetretene Schändung des Kriegerdenkmals in Nonntal seien auch ein beherrschendes Thema bei der Internationalen Friedenswallfahrt in Maria Plain gewesen."

Mit der „von den Grünen losgetretenen Diskussion" meint der ÖVP-Mandatar offensichtlich den folgenden Antrag der im Juni dieses Jahres im Kulturausschuss eingebracht wurde:

Kriege bedeuten unsägliches Leid und kennen nur Opfer. Die „klassischen" Inschriften auf Kriegerdenkmälern, so auch bspw. jene auf dem Kriegerdenkmal Aigen, werden dem nicht gerecht.

Der Text lautet im Original: „Den Helden der Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945 zum ehrenden Andenken der Bezirk Aigen."

Das Reduzieren auf „Heldentum" mag in der damaligen Zeit aus dem Schmerz der Hinterbliebenen erklärbar und verständlich gewesen sein, aus heutiger Sicht ist eine Ergänzung im Sinne eines Erinnerns und Mahnens erforderlich. Schließlich hat es, wie vielfach wissenschaftlich dokumentiert, gerade im zweiten Weltkrieg neben vielen Opfern auch zahlreiche Verbrechen verschiedener Einheiten der SS und auch der Wehrmacht gegeben.

Die Stadt Salzburg hat ihre differenzierte Haltung dazu in den letzten Jahren an verschiedenen Stellen mit Zusatztafeln dokumentiert und sollte dies auch in diesem Fall tun.

Ich stelle daher folgenden Antrag:

Die Inschriften der Kriegerdenkmäler in der Stadt Salzburg werden einer wissenschaftlichen Bewertung unterzogen und dort wo es inhaltlich notwendig ist, mit einer entsprechend kommentierenden, den Leiden und Opfern der beiden Weltkriege gerecht werdenden Zusatztafel versehen.

„Offenbar verweigert sich die ÖVP einer differenzierten Betrachtung des Umgangs mit den Opfern und Tätern der NS-Zeit und des zweiten Weltkrieges. Wie sonst wäre es zu erklären, dass sie meinen Antrag zur wissenschaftlichen Betrachtung und eventuellen Ergänzung von Kriegerdenkmälern in einen Zusammenhang mit der Beschädigung einer solchen Gedenkstätte stellt.

Auch die Bürgerliste verurteilt Beschädigungen von Kriegerdenkmälern. Ich fordere GR Preims auf, solche unsachlichen künstlich hergestellten Zusammenhänge in Zukunft zu unterlassen und sich einer seriösen Diskussion zu stellen. Darüber hinaus verlange ich eine Richtigstellung auf der Parteiwebsite der Stadt-ÖVP" so Bernhard Carl, Kultursprecher der Bürgerliste.

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