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Wohnungen

25.01.2007Soziales: Wohnen

Eisl kritisiert die Stadt. Stellungnahme zum Vorwurf, die Chance auf 80 bis 100 Wohnungen an der Innsbrucker Bundesstraße vertan zu haben.

Eisl meint also, wir sollten an der Innsbrucker Bundesstraße, Ecke Michael-Walz-Gasse, 80 bis 100 Wohnungen bauen. Die Innsbrucker Bundesstraße hat eine tägliche Verkehrsbelastung von 17.000 bis 25.000 Kfz, die Michael-Walz-Gasse ist die Haupterschließung für den dortigen „Gewerbeschwerpunkt“ mit hohem Lkw-Anteil (u.A. Lagermax), im hinteren (nordwestlichen) Teil der Liegenschaft existiert ein Gewerbeschwerpunkt, nur auf der nordöstlichen Seite grenzt Wohngebiet an. Dass die Start- und Landebahn des Flughafens nicht weit entfernt ist, sei noch erwähnt.

Nun bekenne ich mich dazu, dass in einer Stadt Verkehrslärm immer eine Rolle spielt und trotzdem die Entwicklung eines Wohnbaues in guter Qualität, mit den Mitteln des Städtebaues und der Architektur, grundsätzlich trotzdem möglich ist.

Viel schlechter, als auf gegenständlichen Grundstück, können die Rahmenbedingungen dafür allerdings kaum mehr sein, weshalb mir kein Stadtplanungs- oder Raumordnungsexperte bekannt ist, der in diesem Fall einen Wohnbau vorschlagen würde.

Endgültig absurd und infam wird die Kritik von Eisl, wenn man weiß, dass wir schon bei Grundstücken, deren Lage deutlich besser ist, Umwidmungen für Wohnbauprojekte bei Landesrat Eisl als Aufsichtsbehörde kaum bzw. nur mit erheblichen Verzögerungen und enormen Aufwand durchbringen.

Hauptgrund: Der Verkehrslärm!!

  • Beispiel „Paradiesgarten“: 100 Wohnungen in bester innerstädtischer Lage, direkt am Krauthügel im Stadtteil Nonntal, monatelanges Tauziehen mit der Aufsichtsbehörde zu den Lärmschutzmaßnahmen, weil auf einer Seite mit der Nonntaler Hauptstraße eine stärker belastete Verkehrsachse existiert.

Ich wage zu behaupten: Wenn die Stadt tatsächlich ein Wohnprojekt auf dem von Eisl vorgeschlagenen Grundstück eingereicht hätte, sie wäre bei Eisl alleine schon aus Lärmschutzgründen gescheitet.

Dazu kommt, dass sich auf dem Grundstück der Entwicklungskorridor Innsbrucker Bundesstraße mit dem Gewerbeschwerpunkt überschneidet. Gewerbeschwerpunkte dürfen nach der Vorgabe des Landesentwicklungsprogramms (Ressort Eisl) nicht für einen anderen Zweck umgewidmet oder genutzt werden, in Entwicklungskorridoren sind jedenfalls in der ersten Bautiefe verkehrsintensive Nutzungen, also keine Wohnnutzungen, vorgesehen.

Schlussendlich wäre es nach rechtsstaatlichen Prinzipien nicht möglich gewesen, die Firma Hofer an der Nutzung des Grundstückes für einen Nahversorgermarkt zu hindern. Es ist wohl kaum möglich einem Gericht zu erklären, dass zwar ein Bau und Möbelfachmarkt mit Deckung der Aufsichtsbehörde bereits bewilligt war, aber ein Lebensmitteldiscounter an der selben Stelle verhindert werden muss.

Vor diesem Hintergrund kann nur nochmals gesagt werden, die Kritik von Eisl ist absurd und infam, er möge uns bei unseren Bemühungen für qualitätvollen, leistbaren Wohnraum nicht weiter behindern, sondern unterstützen und tagespolitisch motivierte, aber nicht haltbare Vorschläge und Kritik unterlassen.

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