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Prostituierte

21.05.2008Frauen

Tohuwabohu um Beratungsbedarf für Prostituierte. Landesregierung sieht seit Montag Bedarf, Bürgermeister Schaden dagegen sah keinen Bedarf.

Im Juli 2007 hat die Bürgerliste den Antrag gestellt, in Salzburg eine Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen zu errichten und im Zuge der Planung auch mit dem Land Gespräche um finanzielle Beteiligung zu führen.

Vor kurzem hat Bürgermeister Schaden der Errichtung der Beratungsstelle seine Unterstützung entzogen. Das Argument: Seine Gespräche mit einer ehemaligen Bordellbesitzerin hätten ergeben, dass es keinen Beratungsbedarf gäbe.

Gestern wurde auf Landesebene das Berufsverbot für schwangere Prostituierte diskutiert. Im Zuge der Debatte sprachen sich Burgstaller und Eberle für eine Beratung von Prostituierten aus.

Sonja Schiff, Frauensprecherin der Bürgerliste freut sich über die politische Unterstützung durch die weiblichen Landespolitikerinnen. Schiff ist der Überzeugung, dass Bürgermeister Schaden dem männlichen Mythos der „Freiwilligkeit aller Sexarbeiterinnen“ verfallen sei.

„Bürgermeister Schaden hat durch seine Gespräche mit VertreterInnen der Szene ein Verhalten an den Tag gelegt, das am Montag ad absurdum geführt wurde“ so Schiff.

Die Debatte über eine Beratung für Prostituierte wurde am Montag durch die Landesregierung noch mit dem Schwerpunkt auf schwangere Prostituierte und einem Beschäftigungsverbot für diese diskutiert.

"Beratung nur für schwangere Prostituierte greift viel zu kurz! Eine Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen muss, wie die Erfahrungen zeigen, präventiv tätig sein und Themen wie Sozialversicherung, Finanzen, Gesundheit, Schwangerschaft und Ausstieg beinhalten – und diese Themen gehen wohl alle in diesem Bereich tätigen Frauen an" ist Sonja Schiff überzeugt.

Die Beratungsstelle für Salzburg sollte sich an den bestehenden und erprobten Beratungsstellen in Linz und Wien orientieren und sich mit diesen vernetzten.

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