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Salzachallee Bäume

13.07.2004Natur und Umwelt: Naturschutz

Baustelle der Salzburg AG schädigt 20 Bäume der Salzachallee.

Die Salzburg AG errichtet im Abschnitt zwischen Müllnersteg und Salzachgässchen eine neue Fernwärmeleitung. Dabei wurde der Wurzelraum von 20 Linden zu 35% bis 40% schwerstens beschädigt.

Ob die Bäume überleben werden ist ungewiss. Zwischenzeitig hat die Salzburg AG einen Baumexperten mit der Versorgung der abgerissenen Wurzelbereiche beauftragt, sowie mit der Erstellung eines Pflegekonzeptes, das jetzt sofort und über die nächsten 10 bis 15 Jahre den Erhalt der Bäume sichern soll. Ob dies in allen Fällen gelingt ist unsicher.

Nach der Baumschutzverordnung ist auch der Wurzelbereich von Bäumen geschützt. Eine Bewilligung nach der Baumschutzverordnung liegt nicht vor, es wird deshalb ein Strafverfahren gegen die Salzburg AG eingeleitet.

Laut Aussage eines Mitarbeiters des ehemaligen Umweltamtes war ursprünglich nur von einer 30cm breiten Künette die Rede, die Kabelverlegungen dienen sollte, es erschien deshalb nicht notwendig ein solches Verfahren durchzuführen.

Im Gegensatz dazu war laut Aussage der Vertreter der Salzburg AG immer um eine 2,5m breite Trasse angesucht und ist diese auch in der Tiefbaukoordinierung bewilligt worden. Dieser Widerspruch wird im Strafverfahren zu klären sein.

Als Konsequenz auf diesen Vorgang wird die Salzburg AG für die nächsten 10 bis 15 Jahre die Pflege und Betreuung der betroffenen Bäume, sowie die Haftung dafür übernehmen und gegebenenfalls abgestorbene Bäume ersetzen.

Schon in der Vergangenheit waren Grabungsarbeiten im Nahbereich von Bäumen der Grund für schwere Schädigungen, die teilweise erst Jahre später zum Absterben oder Umstürzen von Bäumen geführt haben.

Beispielsweise eine Kanalbaustelle in der Hellbrunnerstraße, bei der eine Absenkung des Grundwassers in einer Zeit erfolgte, die von extremer Trockenheit geprägt war.

Die dort stockenden Bäume wurden dadurch schwer geschädigt und waren deshalb umso anfälliger für Pilzbefall und andere Krankheiten. Noch letztes Jahr mussten, nachdem einzelne völlig gesund wirkende Bäume ohne ersichtlichen Grund umgestürzt waren, mehrere Bäume geschnitten werden, wobei der Kanalbau vor rund 15 Jahren durchgeführt wurde.

Ähnliches ist im jetzt aktuellen Fall zu erwarten, wenngleich die Bäume in der Hellbrunnerstraße auf Grund ihres Alters nicht mehr so vital waren wie die Linden am Kai, die doch noch wesentlich jünger sind und möglicherweise mehr Kraft für eine Regeneration aufbringen können.

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