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Salzburg Airport

03.04.2008Natur und Umwelt: Umweltschutz

Bürgerliste fordert emissionsabhängige Differenzierung von Start- und Landegebühren beim Salzburger Airport.

„Der Salzburger Flughafen ist durch seine Stadtnähe gezwungen, besonders sensibel mit seinen Nachbarn, die BewohnerInnen der Stadt umzugehen. Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die Lärm- und Emissionsbelastung zu reduzieren, muss daher umgesetzt werden“ begründet der Umwelt- und Gesundheitssprecher der Bürgerliste Bernhard Carl den Antrag, den er in der kommenden Sitzung des Gemeinderates am 9. April einbringen wird.

Auch wenn der Salzburger Flughafen für viele Menschen vor allem ein bequemer Abflugort ist, so bedeutet er für die Bevölkerung der Stadt eine zunehmende Belastung. Ist es auf der einen Seite der deutlich spür- bzw. hörbare Faktor Lärm, so kommt auf der anderen Seite der nicht minder belastende aber nicht unmittelbar hör-, seh- oder riechbare Effekt des Schadstoffmixes der Flugzeugabgase über der Stadt hinzu.

Beim Verbrennen von Kerosin entsteht wie beim Auto Kohlendioxid, das direkt als Treibhausgas wirkt. Es treten aber auch Schadstoffe wie Stickoxide, Kohlenmonoxid, unverbrannter Kohlenwasserstoff und Ruß auf. Die Schwefeldioxidemissionen hängen vom Schwefelgehalt des verwendeten Treibstoffes ab.

Durch die Spitzenreiterfunktion des Flugverkehrs beim Wachstum innerhalb des Verkehrssektors und im Besonderen am Salzburger Flughafen, steigt auch der Anteil des Flugverkehrs an den CO2 Emissionen.

„Die Tatsache, dass diese Abgase in höheren Luftschichten abgegeben werden, erhöht offenbar noch deren Wirksamkeit. Die Folgen sind bekannt und lassen sich unter dem Begriff „Klimawandel“ subsumieren“ so der Umweltsprecher der Bürgerliste. Zusätzlich wird der durch den Flugverkehr produzierte Lärm aufgrund seines speziellen Ausbreitungsmusters aktiv und momentan als besonders störend empfunden.

Das Europa Parlaments hat in seinen jüngsten Aussagen zum Thema nachhaltige Verkehrspolitik eine emissionsabhängige Differenzierung von Start- und Landegebühren an Flughäfen mit dem Ziel der Verringerung der CO2 und der NOx Emissionen sowie der Lärmbelastungen gefordert.

Eine derartige Maßnahme hätte auch beim Salzburger Flughafen eine Steuerungsfunktion hinsichtlich der Förderung lärmarmer Flugzeuge.

Durch eine lärmabhängige Staffelung der Start- und Landegebühren wird beispielsweise seitens der Flughafen Dresden GmbH der Einsatz leiser Luftfahrzeuge durch die Luftverkehrsgesellschaften gefördert.

Als Ergebnis dieser Politik hat sich der Anteil dieser auf der »Bonusliste« des Bundesverkehrsministeriums verzeichneten leiseren Flugzeuge am Flughafen Dresden stark erhöht! Besonders im Charterbereich sind jedoch nach wie vor lautere Flugzeugtypen in Verwendung. In Salzburg tragen v. a. diese Flugzeugtypen an den besonders stark frequentierten Winterwochenenden zur Lärmbelastung bei.

„Der Anteil lauter Flugzeuge kann durch die Staffelung der Gebühren reduziert werden. Die Stadt als Mit-Eigentümerin des Flughafens muss daher die notwendigen Schritte setzen, um die Einführung von emissionsabhängigen Start- und Landgebühren beim Salzburger Airport zur Schadstoff- und Lärmreduzierung zu ermöglichen“ so Bernhard Carl abschließend.

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