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Prostitution

20.12.2007Frauen

Bürgerliste fordert Beratung und Rechte statt Verbote für Prostituierte.

„Statt Verbote wären Rechte für Prostituierte angebracht. Rechte, die jeder Arbeitnehmerin und jeder Selbständigen in Österreich zustehen. Und es braucht dringend Beratung, sowie Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte“ fordert Sonja Schiff, Frauensprecherin der Bürgerliste.

90% der in Salzburg tätigen Prostituierten sind Migrantinnen, vorwiegend aus Osteuropa. Die meisten dieser Frauen würden keine Beschäftigungsbewilligung erhalten am österreichischen Arbeitsmarkt - mit Ausnahme der Bewilligung zur Prostitution, diese erhalten sie. Hier sind sie erwünscht und ohne Rechte.

Sie haben keine Möglichkeit Krankenstand zu konsumieren, sie haben keinen Anspruch auf Mutterschutz und Karenzgeld. Eine schwangere Prostituierte kann bei einer Schwangerschaft daher nichts tun, sie steht vor einer ungesicherten Existenz - sie kann nur nach Hause fahren nach dem Motto: „Wennst nicht mehr anschaffen kannst, dann nix wie nach Hause mit Dir“.

Das Gesundheitsamt hat bei der Untersuchung für den „Deckel“ von der Schwangerschaft erfahren. Die Frage ist: Hat das bestehende System richtig gehandelt oder versagt?

  • Wie sahen die Aktivitäten des Gesundheitsamtes aus?
  • Hat man die Frau professionell beraten?
  • Hat man eine Dolmetscherin beigezogen (die Frau spricht kaum Deutsch)
  • Zu welchen Beratungseinrichtungen hat man die Frau begleitet?
  • Welche Ausstiegshilfen gab es für die Frau?
  • Hat man ihr finanzielle Unterstützung, also Sicherheit für ihre Existenz und die des Kindes zugesagt, wenn sie die Prostitution beendet?
  • Welche Lösung gab es für die Frau?

Diese Fragen richtet Sonja Schiff nun als politische Anfrage an den ressortverantwortlichen Bgm-Stv. Preuner.

„Verbote zu setzen ohne Rechte und Beratung auszubauen, ist für die betroffenen Frauen alleine keine Lösung, sondern existenzbedrohend und scheinheilig.“

Die Bürgerliste fordert daher bundesweit die Rechte der SexarbeiterInnen zu stärken. Im Rahmen der Stadt fordert Schiff die Eröffnung der Beratungsstelle für SexarbeiterInnen noch im Frühjahr 2008.

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