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Gesalzene Straßen: Ökologischer und ökonomischer Unsinn

19.01.2010Natur und Umwelt

Immer öfter wird Salz gegen Eisglätte in der Stadt nicht nur auf den Hauptstraßen verwendet, sondern auch auf Nebenstraßen, Gehwegen und Alleen.

"Das ist wirtschaftlicher Unsinn und schadet der Umwelt, viel mehr noch als die Splittstreuung", warnt Bürgerlisten-Gemeinderat Bernhard Carl vor einer Umgehung der geltenden Rechtslage durch die Straßenbauregie in der Stadt Salzburg.

"Das Feinstaubargument der Salzbefürworter greift nicht", meint dazu der Verkehrs- und Umweltsprecher der Bürgerliste, Bernhard Carl, "denn die durch Splitt entstehenden Staubpartikel sind nicht so gefährlich, wie oft dargestellt, da sie nicht so klein sind wie jene aus modernen Dieselmotoren. Salz dagegen greift die Sträucher und Bäume am Straßenrand an, vergiftet den Boden und schadet nicht zuletzt auch den Hundepfoten."

Dass statt des Streusplitts gerne, und nicht nur bei "Gefahr im Verzug", Salz eingesetzt wird, erklärt sich für Carl auch aus der Bequemlichkeit: "Salzstreuen geht schneller, es muss weniger Splitt wieder entfernt werden, ich vermute, dass hier einfach der Weg des geringeren Widerstandes gegangen wird - auf Kosten der Umwelt."

Auch volkswirtschaftlich ist der massive Salzeinsatz für Carl Unsinn: Korrosionsschäden an tragenden Teilen und Karosserien von Kraftfahrzeugen werden zu etwa 50 Prozent auf die Einwirkung von Streusalz zurückgeführt. „Und das spürt dann jeder in der Geldbörse“.

Der Einsatz von Streusalz sollte also möglichst auf besonders verkehrswichtige Straßenabschnitte beschränkt bleiben, fordert Carl, "auch wenn das Splittstreuen der aufwändigere Weg für die Straßenbauregie ist".

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