Für 250.000 BesucherInnen der Salzburger Festspiele heißt es weiter: bitte warten. Denn die Eintrittskarten gelten auch heuer nicht als Busticket. Dafür müssten die Festspiele nämlich 35 Cent pro Eintrittkarte an den Stadtbus bezahlen - und das ist offenbar zuviel.
„Bei Preisen bis zu 400 Euro pro Eintrittskarte den Zusatzkomfort eines Bustickets wegen 35 Cent nicht anzubieten, ist einfach absurd", ärgert sich der Verkehrssprecher der Bürgerliste Bernhard Carl. „Hauptsache die Zufahrt für die Limousinen ist gesichert, wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist ist für die Festspiele offenbar kein vollwertiger Gast."
Längst wird das System ‚Eintrittskarte = Busticket' bei vielen Salzburger Sport- und Kulturveranstaltungen erfolgreich angewendet.
Nicht nur das Mozarteum Orchester, das Landestheater und das Winterfest, sondern auch die größten Publikumsmagneten in Salzburgs Sportszene bei Fußball wie Eishockey tragen mit ihrer Beteiligung zu dieser intelligenten und umweltfreundlichen Lösung bei.
„Für mich ist es unverständlich, dass die Salzburger Festspiele in Person ihrer Präsidentin Helga Rabl-Stadler bei diesem Thema dermaßen stur agieren. Statt mit Zähnen und Klauen die Zufahrt für fette Limousinen zu verteidigen, sollte Rabl-Stadler endlich die Aktion ‚Eintrittskarte ist gleich Busticket' für FestspielbesucherInnen realisieren", so Carl.
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