Wie jüngst Medienberichten zu entnehmen war, nimmt die Zahl der Lehranfänger dramatisch ab. So könnte bis 2017 jeder dritte Lehrplatz in Betrieben verloren gehen. Die Folge wäre, so warnen Experten, „ein gewaltiger Facharbeitermangel".
Aber nicht nur die arbeitsmarktpolitischen und also wirtschaftlichen Folgen der derzeitigen Entwicklung sind alarmierend. „Daneben tun sich noch eine Reihe gesellschaftlicher Probleme auf, die mit Lehrstellenmangel und Jugendarbeitslosigkeit einhergehen", so Ulrike Saghi, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadt. „Für immer mehr Jugendliche wird es trotz eines positiven Schulabschlusses schwierig einen Ausbildungs- bzw. Lehrplatz zu finden. Durch diesen Leerlauf sind viele von ihnen gezwungen, unqualifizierte Hilfsarbeiten zu übernehmen, um Geld zu verdienen".
Neben der Privatwirtschaft sind vor allem öffentliche Gebietskörperschaften dringend aufgefordert, dieser Entwicklung gegenzusteuern. „Auch der Magistrat Salzburg muss seine Verantwortung wahrnehmen und ausreichend jungen Menschen die Chance auf eine Lehrstelle geben", erwartet Saghi ein konkretes Zeichen von Seiten der Stadt.
Sie hat deshalb im Sozialausschuss der Stadt einen Antrag eingebracht, der für 2011 zumindest zehn Lehrstellen pro Abteilung des Magistrates im Stellenplan vorsieht. Somit hätten 100 junge Menschen einen Ausbildungsplatz.
„Die Ausbildung Jugendlicher und deren berufliche Entwicklungsmöglichkeiten dürfen keine politischen Lippenbekenntnisse bleiben. Wir müssen jetzt versuchen das Ruder herumzureißen und die Stadt sollte da mit gutem Beispiel vorangehen", fordert Saghi.
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