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Olympia 2014

24.02.2005  /  Kultur: Sport

Die Olympia-TräumerInnen versprechen schon wieder - die Fakten sagen etwas anderes!

Die Versprechen der Olympiabefürworter - Die Fakten:

Die Durchführung von Olympischen Spielen bringt einen finanziellen Gewinn:

Bisher konnte noch keine Stadt Olympische Winterspiele ohne erhebliche Zuschüsse der öffentlichen Hand finanzieren. (zuletzt Athen; Turin – Finanzloch derzeit rd. € 150 Mio.)

Allein die Bewerbung bringt großen Werbewert für Salzburg:

Die letzte erfolglose Bewerbung Salzburgs kostete mehr als € 9 Mio., davon mehr als € 7 Mio. Steuergelder. Die Ausgaben sind bis heute nicht offen gelegt. Ein Werbewert in annähernd dieser Größenordnung ist nicht nachvollziehbar. Sogar die BefürworterInnen sprechen bei Ausgaben von € 9 Mio. nur von einer Wertschöpfung von € 5,2 Mio. und einem zusätzlichen Steueraufkommen von € 950.000,--; d. h. nur knapp 1/10 der Ausgaben ist durch das Steueraufkommen wieder hereingekommen. Allein die neuerliche Bewerbung soll wieder mind. € 7 Mio. Steuergelder kosten.

Olympia bringt einen großen Investitionsschub für Verkehrsinfrastruktur und Sport:

Im Bewerbungskonzept ist keine einzige Investition für den Verkehr vorgesehen, die nicht auch ohne Olympia bereits fixiert wäre. Olympia 2014 bringt dem öffentlichen Verkehr in Salzburg nichts! Auch eine Verbesserung des Sportstättenangebotes ist nicht zu erwarten. Die einzige zusätzliche Sportstätte in Salzburg ist eine rückgebaute Sporthalle für Eis- und Ballsport beim SAZ. Gleichzeitig mit der Olympia-Bewerbung werden von der Stadt Salzburg die Mittel für den Jugend- und Breitensport gekürzt.

Olympia hat für die Tourismusregion einen unbezahlbaren Werbewert:

Der Tourismus profitiert in Austragungsorten von Olympischen Spielen vor allem dann, wenn der Ort vorher wenig bekannt und touristisch nicht entwickelt war (z. B. Lillehammer). In hoch entwickelten Tourismusregionen ist hingegen der langfristige Effekt gering. Olympische Spiele bergen vielmehr die Gefahr zusätzlicher Investitionen in bereits „überhitzten“ Bereichen.

Olympia bringt nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzen für die Region:

Untersuchungen bestätigen, dass langfristige Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen marginal bis vernachlässigbar sind. Prosperierende Veranstaltungsorte von Olympischen Winterspielen sind nicht bekannt. Als Beispiel kann Innsbruck angesehen werden, das trotz/wegen 2maliger Durchführung von Olympischen Spielen am Rand des Bankrotts stand.

Olympische Spiele bringen viele BesucherInnen ins Land:

Olympische Winterspiele finden während der Hochsaison (Februar) statt. SportlerInnen, FunktionärInnen und ZuseherInnen verdrängen im Extremfall die StammkundInnen. So war z. B. in Griechenland 2004 die Tourismusbilanz trotz/wegen der Sommerspiele stark rückläufig.

Olympische Spiele in Salzburg sind umweltfreundlich:

Die Durchführung von Sportgroßveranstaltungen ist mit hohen Umweltbelastungen verbunden (z. B. Energieverbrauch, Luftverschmutzung, Verkehrsprobleme, Bodenverbrauch – allein für das Olympische Dorf sollen 20 ha, d. s. 200.000 qm im Süden der Stadt Salzburg verbaut werden!)

Salzburg wird neben Kulturstadt auch Sportstadt:

Olympische Spiele prägen die Struktur einer Stadt in einem derart hohen Ausmaß, dass eine Änderung der Positionierung oder eine Imagekorrektur auf Jahrzehnte hinaus kaum möglich und nicht sinnvoll ist. Ziel der städtischen Entwicklung kann nicht das Motto „Weg von Kultur, hin zu Sport“ sein. Vor jeder Bewerbung sind die Folgewirkungen der durch die Olympischen Spiele veränderten Strukturen zu untersuchen.

Der finanzielle Nutzen wiegt den Aufwand bei weitem auf:

Die Kosten der Olympischen Winterspiele sind in den letzten Jahrzehnten immens gestiegen. Immer weniger und nur noch große Städte sind in der Lage Olympische Winterspiele zu planen und durchzuführen.

Die Beteiligung des Bundes ist sicher. Olympische Spiele sind eine nationale Angelegenheit – Salzburg wird nicht überbleiben:

Host City Vertrag 2010 – Haftungsrisken sind nicht begrenzt und nicht begrenzbar. Der Bund war nur bereit, eine Verwendungszusage abzugeben. Wer übernimmt diesmal die geforderte Ausfallhaftung – wieder die Stadt alleine? (2010 – kolportierte € 150 Mio.). Die Haftung der Stadt für die Finanzrisiken ist auf Grund des Host-city-Vertrages unbeschränkt und unbegrenzbar.

Die Bewerbung kostet der öffentlichen Hand nichts und wird von Sponsoren finanziert:

Diese Ankündigung von Landeshauptfrau Burgstaller wurde schon wenige Tage später widerlegt. Bereits bei der letzten Bewerbung für 2010 sollten 50% der Gesamtkosten von Sponsoren bezahlt werden, tatsächlich wurden nicht einmal 20% von Sponsoren aufgebracht.

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