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Bäume in der Stadt

11.11.2003  /  Natur und Umwelt: Naturschutz

Baumuntersuchung 2003 abgeschlossen.

Bäume in urbanen Bereichen haben u. a. eine große Bedeutung für das Kleinklima und den Erholungswert der Bevölkerung und sind damit in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Darüber hinaus haben Bäume eine lange Tradition in der Stadtraumgestaltung. Daher deren Erhaltung eine wichtige Maßnahme für ein lebenswertes Umfeld.

Die Magistratsabteilung 1/01 – Amt für Umweltschutz - ist für den städtischen Baumbestand auf allen öffentlichen Liegenschaften der Stadt Salzburg mit ihren mehr als 17.000 Bäumen verantwortlich.

Durch den in den letzten Jahren vorgenommenen Personalabbau und die große Anzahl von Bäumen ist eine jährlich wiederkehrende Überprüfung des Gesundheitszustandes aller Bäume nicht möglich.

Durchgeführte Kontrollen in den letzten Jahren brachten immer wieder Hiobsbotschaften, weil die Standsicherheit einzelner Bäume nicht mehr gegeben war. Das kurzfristige Reagieren auf derartige Feststellungen, ohne Überblick auf den gesamten Gesundheitszustand des Baumbestandes hat mich dazu veranlasst, eine Gesamterhebung durchführen zu lassen.

Von Mitte Juli bis Anfang September 2003 wurde von der Firma TreeConsult Brudi & Partner eine flächenhafte Untersuchung aller „Stadtbäume“ durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass der gesamte städtische Baumbestand höher ist als angenommen und derzeit mehr als 17.900 Bäume umfasst.

Insgesamt wurden für 3.572 Bäume Maßnahmen empfohlen, die sich wie folgt in drei Gruppen aufteilen:

  • 2.378 Totholzentnahmen
  • 832 Kroneneinkürzungen, davon 15 Kronensicherungsschnitte und 231 massive Kroneneinkürzungen von mehr als 15% und
  • 362 Fällungen.

Das bedeutet, dass etwa 20% des Baumbestandes im Sinne der Verkehrssicherungspflicht nachgearbeitet werden müssen.

Zur besseren Auffindbarkeit der Bäume im Gelände wurden diese mit färbigen Nummern markiert und zwar

  • gelb für Totholzentfernung,
  • grün für Kroneneinkürzung,
  • rot für Fällungen und
  • rot mit grünem Unterstrich für Empfehlung einer eingehenden Untersuchung.

In den Maßnahmenempfehlungen für die einzelnen Bäume wurden artspezifische biologische (z.B. Wüchsigkeit, Abschottungsfähigkeit, Standortbedingungen) und standortspezifische Faktoren (z.B. Verkehrsfrequenz, Nähe zu Straßenverkehr und Spielgeräten) einbezogen, bei den Fällungsempfehlungen wurde auch der Fällungsgrund angegeben.

Die Totholzentnahmen und Kroneneinkürzungen sind reine baumpflegerische Maßnahmen, die von der Bevölkerung meist widerspruchslos zur Kenntnis genommen werden, nicht so jedoch bei den Baumfällungen.

Die auf den ersten Blick hohe Anzahl (362 = 2%) von Baumfällungen relativiert sich schnell, wenn der Einzelfall betrachtet wird. Zumeist handelt es sich dabei um absterbende bzw. bereits abgestorbene Bäume und nur in ganz seltenen Fällen um schöne alte Bäume.

Ziel ist, dass jedenfalls bis Ende 2004 alle empfohlenen Maßnahmen der höchsten Prioritätenstufe abgearbeitet sind, da die Gewährleistung der Firma Brudi & Partner für die empfohlenen verkehrssichernden Maßnahmen nach einem Jahr ausläuft.

Inwieweit der trockene Sommer 2003 sich auf den Baumbestand ausgewirkt hat, wird erst nächstes Jahr sichtbar, deshalb muss 2004 eine neuerliche Überprüfung durchgeführt werden.

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