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Handymasten

20.09.2002  /  Natur und Umwelt: Mobilfunk

Gesundheitsschutz muss auch bei Mobilfunkanlagen Vorrang haben.

Der Ausbau der Mobilfunknetze in den letzten Jahren hat bei AnrainerInnen und Umweltmedizinern zu wesentlichen Bedenken wegen einer Gesundheitsgefährdung durch die Sendeanlagen geführt. Zahlreiche internationale Untersuchungen gehen davon aus, dass die völlige Unbedenklichkeit von Sendeanlagen nicht nachgewiesen ist.

Die Salzburger Landessanitätsdirektion hat daher den sog. Salzburger Vorsorgewert entwickelt, der für die Summe der GSM-Felder aller Netzbetreiber max. 1mW/qm beträgt.

Eine bundesgesetzliche Regelung für Grenzwerte für die Immission von GSM-Sendestationen fehlt bis heute trotz zahlreicher Versprechen von Bundespolitikern.

Bei einer im Juni 2000 in Salzburg durchgeführten internationalen Konferenz mit dem Thema ''Situierung von Mobilfunksendern - Wissenschaft und Öffentliche Gesundheit'' an der 23 Referenten aus 11 Nationen teilnahmen, wurde dargelegt, dass durch Mobilfunksendeanlagen erhebliche negative gesundheitliche Auswirkungen zu befürchten seien und dass internationale Basis- und Grenzwerte in derzeitiger Höhe offensichtlich nicht ausreichend sind.

Um in Salzburg einen bestmöglichen Gesundheitsschutz der AnrainerInnen von Mobilfunk-Sendeanlagen zu gewährleisten und andererseits den funktionierenden Betrieb von Mobilfunknetzen in Salzburg zu ermöglichen, hat die Stadt Salzburg aufgrund einer Initiative von Stadtrat Johann Padutsch mit den Mobilfunkbetreibern eine Vereinbarung getroffen, dass diese beim Netzausbau Daten über die Sendeleistungen vorlegen und versucht den Salzburger Vorsorgewert einzuhalten.

Da einzelne Betreiber jedoch zuletzt sich nicht mehr an die Vereinbarung gehalten haben und Mobilfunkanlagen errichten wollten, deren Sendeleistung den Salzburger Vorsorgewert um bis zum 660fachen überstieg, hat Padutsch die Genehmigung dieser Handy-Masten verweigert.

Das hat ihm eine Anklage wegen des Verdachtes des Amtsmissbrauches eingebracht, von der er von einem Salzburger Schöffengericht in erster Instanz freigesprochen wurde. Aufgrund einer Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft muss sich jetzt der Oberste Gerichtshof mit der Angelegenheit befassen.

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