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Bücherverbrennung – 79 Jahre danach: Salzburg bekommt ein Mahnmal zur Erinnerung an die Salzburger Bücherverbrennung

28.04.2017Demokratie

GR Ingeborg Haller: Das geplante Mahnmal muss am Ort des Geschehens errichtet und darf nicht an den Rand gedrängt werden.

„BRANDORTE sind ERINNERUNGSORTE"(Wolfram Kastner)

Zur Erinnerung:

Am 30. April 1938 fand in Salzburg am Residenzplatz die einzige inszenierte Bücherverbrennung statt. In dem Band der Kulturabteilung der Stadt Salzburg „Antifaschistisches Mahnen und Gedenken in Salzburg" weist der Historiker Gert Kerschbaumer in seinem Beitrag „Widerstand und Verfolgung in der Stadt Salzburg 1934-1938-1945" auf der Seite 9 darauf hin, dass die Stadt Salzburg die einzige Stadt in Österreich war, in der Bücherberge öffentlich verbrannt wurden. Am Abend des 30. April 1938 wurden auf dem Residenzplatz vor dem Dom Bücher verbrannt, initiiert vom Politiker und Heimatdichter Karl Springenschmid. Insbesondere wurden auch Bücher des bis 1934 in Salzburg lebenden Schriftstellers Stefan Zweig als „jüdisches Geschreibe" Opfer der Flammen.

Gedenktafel:

Seit November 2011 erinnert eine Gedenktafel an der St. Michaels Kirche, die bereits Ziel von Nazischmieraktionen war, an dieses Verbrechen der Nazi. Sie ersetzt aber keineswegs die Errichtung eines künstlerisch gestalteten Mahnmals, das von der Bürgerliste/DIE GRÜNEN seit Jahren gefordert wird.

Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, Mitinitiatorin des Personenkomitees STOLPERSTEINE und Mitglied der Initiative Freies Wort, die im Gedenkjahr 2013 eine große Gedenkfeier durchgeführt hat, setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Stadt Salzburg zum Gedenken an die Bücherverbrennung am Residenzplatz ein angemessenes Mahnmal errichtet.

Mahnmal wird errichtet:

Die Stadt bekommt nun endlich ein solches Denkmal mitten in der Altstadt, am Ort des Geschehens.

Im Zuge der Neugestaltung des Residenzplatzes wird nunmehr über Initiative der Bürgerliste/DIE GRÜNEN auch ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung errichtet werden. Die Stadt hat einen  Internationalen offenen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben. Die Einreichungen liegen bereits vor.

Medienberichten zufolge verzögert sich die Neugestaltung des Residenzplatzes, wobei die Fertigstellung mit 2019 angepeilt wird „Ich gehe davon aus, dass sich damit auch die Errichtung des Mahnmals verzögert und dieses nicht zeitgerecht anlässlich des Gedenkjahres 2018 fertiggestellt werden kann", stellt Ingeborg Haller , GR der Bürgerliste/DIE GRÜNEN fest. Sie unterstützt die Forderung des KZ-Verbandes, dass die Verzögerung bei der Neugestaltung dafür genutzt werden soll, um die Positionierung des Mahnmals zu überdenken. „Ohne dem Wettbewerbsergebnis vorgreifen zu wollen, erschiene mir ein künstlerisch gestaltetes bodenebenes Denkmal im Bereich vor dem Glockenspiel, das in Form einer Lichtskulptur den Ort des Geschehens in der Platzmitte zu bestimmten Anlässen ausleuchtet, am Geeignetsten", so Ingeborg Haller.

„Die Errichtung eines Mahnmals am zentralen Ort des Geschehens als sichtbares Zeichen gegen den Ungeist der Intoleranz ist jedenfalls gerade heute mehr denn je notwendig." stellt Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN abschließend fest.

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