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Integration im sozialen Wohnbau und keine Ghettoisierung

27.03.2017Soziales

Bürgerliste/DIE GRÜNEN stehen Vorstoß zu „Low-Budget-Schiene“ im geförderten Mietwohnbau äußerst skeptisch gegenüber

Medienberichten zufolge schmiedet Wohnbau-Landesrat Mayr Pläne für eine „Low-Budget-Schiene" im geförderten Wohnbau. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN plädieren seit jeher für Integration und eine gelungene soziale Durchmischung in Sachen Wohnen. Eine Konzentration von „Low-Budget-Wohnungen" in einzelnen Objekten kann nicht das Ziel sein, dementsprechend skeptisch stehen wir auch den Plänen von Landesrat Hans Mayr gegenüber.

„Die nun vorgestellten Pläne sind leider nicht viel mehr als eine schnelle Schlagzeile. Tatsächlich klingt ‚günstiges' Wohnen erst einmal sehr gut. Sollten die Pläne für eine eigene ‚Low-Budget-Schiene' aber wirklich so umgesetzt werden, dann widerspricht das all unseren Bemühungen der letzten drei Jahrzehnte, eine Ghettoisierung der Stadt Salzburg zu vermeiden", erklärt Ulrike Saghi, Vorsitzende des Sozialausschusses.

„Im sozialen Wohnungsbau geht es um Integration. Es hat harte Arbeit  gebraucht, die BewohnerInnenservice-Stellen zu installieren – und zwar gegen viele Widerstände. Nach Jahren sieht man nun den Erfolg, wenn die Stadt Salzburg heute so weit ist, bei Wohnprojekten auf eine gelungene soziale Durchmischung zu achten.  Positives Beispiel ist hier etwa die Riedenburg, wo neben anderen Wohnungstypen auch leistbare Kleinwohnungen errichtet werden. Eigene ‚Low-Budget-Häuser' würden aber das genaue Gegenteil bewirken, und zu Konzentration statt Integration führen – und das kann einfach nicht unser Ziel sein", so die Gemeinderätin weiter.

Der Pferdefuß an Mayrs Plänen ist die mangelnde Verfügbarkeit von günstigen Baugründen. Diese sind jedoch die Grundvoraussetzungen für leistbares Wohnen. Eine aktivere Bodenpolitik, auch der Stadt Salzburg, würden die Bürgerliste/DIE GRÜNEN begrüßen. Grundsätzlich positiv zu sehen ist auch der von Mayer aufgegriffene Ansatz, Wohnen und Parken voneinander zu entkoppeln. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern diese Maßnahme bereits seit Jahren. Alternativ zu einem derzeit noch verpflichtenden Parkplatz vor der Haustüre, könnte dafür der Öffentliche Verkehr gefördert werden.

„Ich kann vor der unbedachten Einführung einer ‚Low-Budget-Schiene' im Wohnbau nur warnen. Vor 30 Jahren haben wir in Salzburg erlebt was passiert, wenn beim Wohnbau nicht auf eine gelungene soziale Durchmischung geachtet wird. Damals gab es in dieser Stadt Adressen, mit denen Menschen – und vor allem Jugendliche – schon im Vorhinein abgestempelt waren. Leistbares Wohnen muss sein – aber nicht an den Rand gedrängt, sondern inmitten unserer Stadt und der Gesellschaft", so Ulrike Saghi, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadt Salzburg, abschließend.

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