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Museumsplatz: Ohne Verkehrsreduktion keine Sicherheit

22.11.2016Planung: Verkehr

Durch Salzburgs Altstadt fahren täglich mehr Autos als auf der A10 bei Zederhaus. Es wird Zeit, die Menschen endlich vom reinen Durchzugsverkehr zu befreien

Die Mitglieder des Planungsausschusses beraten am Donnerstag (24.11.) erneut die derzeit gültige Verkehrsregelung am Museumsplatz. Ein Gutachten, welches die Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich belegen sollte, hat sich mittlerweile als eindeutig mangelhaft herausgestellt. Die zuständige Fachabteilung der Stadt Salzburg stellt in ihrer Stellungnahme klar, dass eine sichere Verkehrslösung ohne eine Reduktion des Verkehrsaufkommens dort nicht machbar ist. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern deshalb einmal mehr eine deutliche Verkehrsreduktion. „Wir müssen die Salzburger Innenstadt endlich vom reinen Durchzugsverkehr befreien. Nur so können Verkehrssicherheit, Lebens- und Aufenthaltsqualität auf Dauer sichergestellt werden", stellt Bernhard Carl, Verkehrssprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN klar.

„Die  Zahlen sind absoluter Wahnsinn: Im Bereich des Museumsplatzes sind an einem Tag mehr als 16.000 Fahrzeuge unterwegs – mehr als auf der A10 im Bereich Zederhaus! Durch die Salzburger Innenstadt führt aber bekanntlich noch keine vierspurige Autobahn",  so der Gemeinderat. „Hinzu kommt, dass im Bereich des Museumsplatzes täglich mehrere Tausend FußgängerInnen und RadfahrerInnen die Straße queren müssen. Niemand käme auf die Schnapsidee, diese Menschen quer über die Tauernautobahn zu schicken, doch am Museumsplatz soll das auf einmal sicher sein?"

Die Verkehrsregelung rund um den Museumsplatz wurde bekanntlich im Zuge der 2013 gegen den Rat sämtlicher Experten umgesetzten Innenstadtregelung eingeführt. Im Gegenzug für eine verkehrsberuhigte Griesgasse wurden weite Bereiche der Salzburger Altstadt dem Durchzugsverkehr geopfert – darunter der Franz-Josef-Kai, der Anton-Neumayr-Platz und eben auch der Museumsplatz. Die letzten Verfechter dieser Innenstadtregelung versuchen nun mit einem untauglichen Gutachten, die Verkehrsregelung am Museumsplatz zu begründen. Die zuständige Fachabteilung der Stadt listet in ihrer Stellungnahme dazu jedoch eine Reihe an Mängeln auf, zB:

  • Eine Ampelanlage wäre zwingend erforderlich, das Verkehrsgutachten zum Museumsplatz erwähnt diese Tatsache jedoch mit keinem Wort. Die rechtlichen Grundlagen sind indes eindeutig: Die Schwellenwerte, ab denen eine Lichtanlage laut der Straßenverkehrsordnung (StVO)  zwingend vorgeschrieben ist, werden am Museumsplatz sowohl was Autos, als auch FußgängerInnen angeht gleich um ein Vielfaches überschritten
  • Das Gutachten zählt zwar Falschfahrten und unerlaubte Umkehrmanöver – Zahlen zu Verkehrskonflikten mit RadfahrerInnen und FußgängerInnen fehlen aber völlig. Angesichts der bereits bekannten 16.000 Kfz-Fahrten und mehrerer tausend Querungen am Tag ein gravierender Mangel.
  • Die Fachabteilung stellt wörtlich fest, dass „die Erhebung des externen Gutachtens erhebliche Mängel aufweist. Einerseits fehlen für eine nachvollziehbare Beurteilung wesentliche Kennwerte, andererseits wird zu Verkehrskonflikten weder eine quantitative noch qualitative Aussage gemacht. Des Weiteren fehlt die Auseinandersetzung bzw. Gegenüberstellung der Erhebungen mit dem Stand der Technik. Der ‚Zusammenfassende Bewertung' laut externen Gutachten fehlt daher die Begründung."

Die Fachabteilung der Stadt hat in ihrer jüngsten Stellungnahme noch einmal darauf hingewiesen, dass mit der derzeit gültigen Innenstadtregelung einfach keine sichere Verkehrslösung rund um den Museumsplatz mehr möglich ist. Nicht nur die Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern deshalb bereits seit langem eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt, sondern auch die eigenen Verkehrsexperten der Stadt.

„Die Innenstadtregelung ist längst gescheitert, und kann auch nicht mehr durch verkehrspolitisches Flickwerk wie am Museumsplatz wiederbelebt werden.  Es ist höchst an der Zeit, endlich für eine nachhaltige Verkehrslösung zu sorgen und die kann nach einhelliger Meinung der Experten nur darin bestehen, die Salzburger Altstadt endlich vom Durchzugsverkehr zu befreien", so Gemeinderat Bernhard Carl abschließend.

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