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Antifaschistisches Mahnmahl am Bahnhofsvorplatz

08.11.2016Demokratie

Erinnerung sichtbar machen!

„Die aktuelle Diskussion um den Bahnhofsvorplatz bietet auch die Chance darüber nachzudenken, wie der Bereich rund um das Antifa- Mahnmal attraktiver gestaltet und zum demokratischen Treffpunkt gemacht werden kann", meint Ingeborg Haller, GR der Bürgerliste/DIE GRÜNEN anlässlich des morgen (9.11.2016 )stattfindenden Gedenkens an 78 Jahre Novemberpogrom.

Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Lange hat es gedauert bis die Stadt Salzburg das Mahnmal für die Opfer des Faschismus errichtet hat:  Seit dem Jahr 2002 befindet sich am Bahnhofsvorplatz das antifaschistische Mahnmal des Künstlers Heimo Zobernig. Der Künstler wählte die architektonische Form einer „Hütte" aus Beton, bestehend aus einer Boden- sowie einer Deckenplatte, die von drei Pfeilern getragen wird. Auf der Unterseite der Dachplatte ist ein Erinnerungstext für die Opfer eingraviert.

11 Stolpersteine für die Opfer des NS-Terrors

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages und des 70. Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27.1.2015 wurden im Bereich des Mahnmals  elf Stolpersteine und ein "Erklärungsstein" verlegt – für Opfer des NS-Terrors aus mehreren europäischen Ländern, beispielsweise für eine Ukrainerin mit dem Kennzeichen »OST« und für einen Muslim aus Bosnien, die Zwangsarbeit für die Deutsche Reichsbahn zu leisten hatten und in Salzburg zu Tode gekommen waren.

Demokratischer Treffpunkt

„Es ist zu begrüßen, wenn die SPÖ und Bernhard Auinger dem Bahnhofsvorplatz mehr Qualität geben wollen, indem der Platz nicht nur attraktiver gestaltet, sondern auch „bespielt" werden soll, d.h. vermehrt „kulturelle Veranstaltungen" stattfinden sollen. Dabei muss unbedingt auch der Bereich rund um das Antifa-Mahnmal mitgedacht werden", meint Ingeborg Haller, GR der Bürgerliste/DIE GRÜNEN.

Das in Beton gegossene Gedenken an die Opfer der Nazi-Diktatur könnte nun endlich mit Leben gefüllt werden. Das Mahnmal eignet sich nicht nur für Gedenkfeiern oder als Treffpunkt bei Demonstrationen. „Die Konstruktion eines überdachten Raumes erleichtert es, das Denkmal auch für Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte, etc. zu nutzen", ist Ingeborg Haller, GR der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, überzeugt.

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