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Angebote schaffen statt vertreiben

07.10.2016Soziales

Bänke abzumontieren ist keine Lösung. Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern endlich mehr Streetwork und Tageszentren für Obdachlose in Bahnhofsnähe

Am Salzburger Hauptbahnhof halten sich vermehrt obdachlose Menschen auf, also lässt Harald Preuner die dortigen Sitzgelegenheiten entfernen. Dass diese Menschen deshalb nicht verschwinden, sondern maximal in andere Stadtteile ausweichen werden, interessiert den Vizebürgermeister dabei nur wenig.  Anstatt ein Problem zu lösen, werden – wieder einmal – einfach Menschen verdrängt. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN stellen klar: Mit dieser Vertreibungspolitik muss endlich Schluss sein. Wir fordern den Ausbau von Tageszentren für Obdachlose und mehr Streetwork.

Auch wenn Harald Preuner jede einzelne Sitzbank in der Stadt abmontieren lässt, die Obdachlosen werden deswegen nicht aus Salzburg verschwinden. Die Stadt muss lernen, damit umzugehen, und das geht nur, wenn wir endlich entsprechende Angebote für diese Menschen schaffen", stellt Ulrike Saghi, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadt Salzburg klar. „Seit Jahren fordern die Bürgerliste/DIE GRÜNEN mehr Streetwork und den Ausbau von Tageszentren für obdachlose Menschen. Geschehen ist leider nur wenig." Dabei reicht es nicht, wenn irgendwo gut versteckt eine kleine Räumlichkeit geschaffen wird. „Tageszentren gehören im Zentrum angeboten, in Bahnhofsnähe, da wo sich die Menschen auch aufhalten", so die Gemeinderätin.

Der Abbau von Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum führt aber nicht nur zum Ausschluss von obdachlosen und bettelnden Menschen. In Sachen Barrierefreiheit bedeutet diese Maßnahme einen gigantischen Rückschritt. „Für Harald Preuner scheint nur zu zählen, dass die obdachlosen Menschen aus der Öffentlichkeit verschwinden. Die fehlende Barrierefreiheit ist dem Vizebürgermeister dabei völlig egal", stellt Ingeborg Haller, GR der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, fest. „Besonders Bevölkerungsgruppen wie alte und behinderte Menschen sind aber auf Sitzgelegenheiten angewiesen, um den öffentlichen Raum uneingeschränkt nützen zu können. Die von Preuner angekündigte Maßnahme ist deshalb der falsche Weg."

Einmal mehr treibt Harald Preuner mit seiner Law-and-Order-Politik eine unerwünschte Randgruppe von einem Stadtteil in den nächsten – ein ebenso trauriges, wie erfolgloses Muster, das vom Salzburger Verbot des Stillen Bettelns noch allzu bekannt erscheint. Wenn der Vizebürgermeister in den Medien nun ausrichten lässt, die Entfernung der Bänke sei erst der erste Schritt gewesen, und weitere würden folgen, dann klingt das in diesem Kontext schon beinahe wie eine Drohung, denn „an soziale Maßnahmen wird er dabei sicher nicht denken. Die Verbots- und Vertreibungspolitik in dieser Stadt muss endlich aufhören. Um ein gutes Miteinander zu ermöglichen braucht es mehr Sozialarbeit vor Ort", so Saghi und Haller abschließend.

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