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Josef Thorak: Nazikünstler darf nicht weiter geehrt werden

03.08.2016Demokratie

Bürgerliste unterstützt die Forderung des Künstlers Wolfram Kastners auf Umbenennung der Straße und fordert die sofortige Anbringung von Erklärungstafeln bei den Skulpturen im Kurpark

Die Werke von Josef Thorak, „Lieblingsbildhauer von Adolf Hitler", stehen nach wie vor unkommentiert im Salzburger Kurgarten. Auch erinnert eine Straße im Stadtteil Aigen an Thorak.

Erst vor kurzem hat der Salzburger Künstler Bernhard Gwiggner im Mai 2016 mit einer Art Kunstmarathon an Hitlers Lieblingsbildhauer Josef Thorak erinnert. Auch die Landesaustellung 2016 setzt sich kritisch mit dem Künstler unter dem Titel:" Wotruba und Thorak: Ein Salzburger Gipfeltreffen besonderer Art" auseinander. In Form einer „ästhetischen Intervention" macht sich nunmehr der bekannte Künstler Wolfram Kastner für eine Umbenennung der Straße und der Entfernung der Skulpturen stark.

„Die Rolle des Künstlers in der NS- Zeit wurde zahlreich erforscht und bewertet. Die Verstrickungen mit der NS-Zeit sind bekannt. Es ist daher unverständlich, warum sich die Stadt immer noch ziert und nicht schon längst gehandelt hat", stellt Ingeborg Haller GR der Bürgerliste fest. Sie verweist darauf, dass sich zur Beschreibung des Straßennamens auf der Homepage der Stadt lediglich ein unkritischer Text mit dem Hinweis auf Überarbeitung findet. „So was geht gar nicht", so Haller. „Wir haben daher bereits im letzten Gemeinderat im Juli 2016 zum wiederholten Male einen Antrag auf Umbenennung der Straße und Anbringung von Zusatztafeln bei den Skulpturen eingebracht."

Homepage Stadt: (Datenquelle: 0201 - Stadtarchiv und Statistik)

Beschreibung:

!! Dieser Text wird überarbeitet und insbesondere um biografische Daten während der Zeit des Nationalsozialismus ergänzt!! _ Josef Thorak, geb. 7.2.1889 in Wien gest. 25.2.1952 in Hartmannsberg bei Rosenheim (Grabmal am St. Peters-Friedhof in Salzburg); akademischer Bildhauer. Nach seiner Keramikerlehre ging Thorak an die Wiener Kunstakademie und beendete sein Studium in Berlin. Er war schon früh erfolgreich und wurde 1928 von der Berliner Akademie mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Anfangs schuf Thorak Bildnisse und Plastiken im Stile Rodins und strebte später zur Monumentalität. In der NS-Zeit stieg er zu einem am meisten beschäftigten und geförderten Künstler des NS-Reiches auf. 1937 wurde er zum Professor an der Akademie in München ernannt. Nach Kriegsende lebte Thorak in Großgmain bei Salzburg. Von ihm stammen u. a. auch die beiden Großplastiken "Kopernikus" und "Paracelsus" in Salzburg.

Lage: Aigen; Parallelstraße zur Baumbichlstraße."

Beschlossen: 18.02.1963

Antrag der Bürgerliste/DIE GRÜNEN im Wortlaut

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