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Sexarbeit in Salzburg: Endlich alle Betroffenen an einen Tisch holen

01.06.2016Soziales

GRin Brandstätter: Verbote helfen niemandem. Sexarbeiter*innen müssen bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen mit einbezogen werden

Am 2. Juni 2016 fand zum 41. Mal der Internationale Hurentag statt. Anders als in Wien gab es in Salzburg keine öffentlichkeitswirksame Aktion  dazu – obwohl Sexarbeit und der Umgang mit Sexarbeiter*innen die Stadt immer noch vor eine Reihe ungelöster Fragen stellt.

Am 2. Juni 1975 streikten 150 Sexarbeiter*innen in Lyon (Frankreich) gegen den zunehmenden Druck von Strafverfolgungsbehörden, besetzten eine Kirche und initiierten damit erstmals eine öffentlichkeitswirksame Aktion, die als eine der maßgeblichen Initialzündungen für die europäische Sexarbeiter*innenbewegung gilt.

„Auch in Salzburg zeigt die Erfahrung: Verbote liefern Sexarbeiter*innen schutzlos der Kriminalität, Ausbeutung und Illegalität aus. Die Sexarbeit selbst bringen diese Verbote aber nicht zum Verschwinden. Stattdessen drängt Law-and-Order-Politik, so wie sie die letzten Jahre in Salzburg betrieben wurde, die Sexarbeiter*innen nur noch stärker in prekäre Lebens- und Arbeitsbedingungen", stellt Christine Brandstätter klar.

Die Gemeinderätin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordert deshalb einmal mehr: „Die Stadt muss sich endlich mit allen Betroffenen – und dazu gehören dezidiert auch die Vertreter*innen der Sexarbeiter*innen – an einen Tisch setzen. Ihre Expertise wird in den seltensten Fällen, bzw. nur in seriösen wissenschaftlichen Arbeiten, herangezogen. Ziel muss es sein, gemeinsam Lösungen statt immer neuer Verbote zu entwickeln. Zu glauben, unerwünschte Formen der Sexarbeit könnten einfach aus Salzburg verschwinden, ist eine Illusion. Stattdessen sollte sichergestellt werden, dass selbstbestimmtes und menschenwürdiges Arbeiten im Bereich der Sexarbeit möglich wird."

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