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Paracelsusbad

17.10.2014Planung | Demokratie

Stellungnahme der Bürgerliste/DIE GRÜNEN

 

Das Paracelsusbad ist am Ende. Eine Schließung des Bades aus statischen Gründen wird in den nächsten Jahren unumgänglich sein. Eine Sanierung  des Bades im Bestand ist wirtschaftlich und technisch völlig unrealistisch.  Bis auf das AYA-Bad stünde Salzburg dann komplett ohne Bad da – nicht nur für Salzburgs Schulen und Schwimmvereine wäre dieses Szenario eine Katastrophe.

 

Daher führt kein Weg an einem möglichst raschen Neubau des Paracelsusbades vorbei. Die SalzburgerInnen haben sich klar für die Beibehaltung des jetzigen Standortes für das Paracelsusbad ausgesprochen. Vor der Gemeinderatswahl 2009 haben über 10.000 von ihnen für diesen Standort unterschrieben.   Auch wir haben uns für diesen zentralen Standort, der vor allem für eine Hauptnutzer-Gruppe, nämlich die Schulen ideal ist und mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erreichbar ist, engagiert.

 

Vor wenigen Monaten, im April 2014wurde zwischen SPÖ, ÖVP, Bürgerliste/DIE GRÜNEN und Neos ein Arbeitsübereinkommen für die Funktionsperiode bis 2019 geschlossen, das von Baustadträtin Barbara Unterkofler persönlich unterzeichnet wurde. Mit dieser Unterschrift hat sich Unterkofler zum Neubau des Paracelsusbades am derzeitigen Standort bekannt und sich verpflichtet, dieses Projekt umzusetzen. Nur sechs Monate später stellt die Baustadträtin nun aber klar, dass sie den Neubau des Paracelsusbades nicht umsetzen will und deshalb aus dem Projekt aussteigt. Damit bricht sie das von ihr selbst unterzeichnete  Übereinkommen.

 

Der Bürgerliste/DIE GRÜNEN geht es nicht um eine angebliche  „Entmachtung“ der Baustadträtin. Einer solchen würden wir auch nicht zustimmen. Für uns ist es einfach an der Zeit, dass Bürgermeister Heinz Schaden die  Verantwortung für die Umsetzung des Bades übernimmt und damit auch die Federführung für den Neubau des Paracelsusbades am derzeitigen Standort. Nur deshalb ist es sinnvoll, dass er für den Neubau des Bades politisch verantwortlich wird. Alle anderen Projekte sollen im Ressort Unterkofler bleiben, das haben wir verlangt und Schaden hat das akzeptiert.

 

 

Unabhängig davon sollte einiges klargestellt werden:

    • Die Baustadträtin hat gegenüber Medien mehrfach von Errichtungskosten für das Bad von über 70 Millionen Euro gesprochen.  Das ist definitiv falsch! Die Kostenschätzung, auf welche sich Barbara Unterkofler bezieht, gibt die Kosten für das Bad im „best case“ mit 28,448 Millionen Euro und im „worst case“ mit 34,470 Millionen Euro an. Der Rest bezieht sich auf ein neues Kurhaus, eine Tiefgarage und ein neues Bürogebäude. Die Finanzierung von Bad und Kurhaus ist durch Rücklagen in Höhe von € 56,5 Mio gesichert!
    • Barbara Unterkofler ignoriert das eindeutige Votum der SalzburgerInnen für den Standort im Kurgarten, wenn sie nun einen alternativen Standort in Leopoldskron fordert. Für die Erschließung dieses Standortes müsste wertvolles und vor allem geschütztes Grünland geopfert werden, weshalb die Bürgerliste/DIE GRÜNEN dieser Forderung ein und für allemal eine Absage erteilen.
    • Unabhängig davon würde eine neuerliche Standortsuche den Neubau um mehrere Jahre verzögern, in denen für Salzburg kein adäquates Hallenbad zur Verfügung stünde.

 

Aus diesen Gründen treten wir - so, wie es vor dem Gemeinderatswahlkampf von allen Parteien versprochen wurde - für den raschen Neubau des Paracelsusbades am bestehenden Standort ein und unterstützen die Übernahme der Verantwortung durch den Bürgermeister.

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