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Aktueller Stand zum Projekt Neubebauung Dr.-Franz-Rehrl-Platz

10.09.2014Planung

ICOMOS-Vertreter schließen Gefährdung des Weltkulturerbes aus. Vertreter der AnrainerInnen und Stadtverein äußern sich positiv

Nach einem aufwendigen Überarbeitungsprozess im Planungsressort der Stadt und der neuerlichen Überprüfung aller Fakten gab der Planungsausschuss zuletzt grünes Licht für die Bebauung des Dr.-Franz-Rehrl-Platzes.

 

Arbeitsgruppe mi offiziellen Vertretern von ICOMOS und der AnrainerInnen

Vorausgegangen waren dem mehrere Sitzungen einer eigens einberufenen Arbeitsgruppe. Teilnehmer bei diesen Treffen waren neben Vertretern des Bauherrn und der Stadtplanung auch zwei Vertreter der AnrainerInnen sowie die offiziellen Vertreter von ICOMOS-International und –Österreich. Die Arbeitsgruppe machte den Architekten des Projekts konkrete Vorgaben für die Überarbeitung und bewertete anschließend deren Ergebnisse.

 

Überarbeitetes Projekt stößt auf einhellige Zustimmung

Als offizieller Vertreter für ICOMOS International schloss Prof. Dr. Michael Petzet eine Gefährdung des Welt-Kulturerbe-Status aus. Er werde gegenüber der UNESCO „grünes Licht signalisieren“, so Petzet. Auch Dipl.-Ing. Dr. Hansjörg Kaiser bewertete das überarbeitete Projekt positiv. Der Vertreter von ICOMOS Österreich wird künftig an allen Sitzungen der Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung (SVK), in denen der Rehrl-Platz behandelt wird, teilnehmen.

 

Auch die beiden Vertreter der AnrainerInnen, Architekt Dipl.-Ing. Erio K. Kofmann sowie Dr. Herbert Koutni, stellten unisono eine „sehr positive Entwicklung“ des Projekts fest. Lob für die Überarbeitung des Projekts gab es auch vom bisher als Kritiker bekannten Präsidenten des Stadtvereins, Dr. Axel Wagner. Die nun dargestellte Gliederung, so der Präsident, sei in Ordnung, ebenso die Höhen, Fenster und Fassaden. Die Überarbeitung sei positiv zu sehen.

 

Neuer Imberg-Platz: Ein Ort zum Verweilen

Am Rande der Schutzzone für das Weltkulturerbe gelegen, präsentiert sich der Rehrl-Platz bis heute als hässliche Betonwüste aus ungenützten Parkplätzen und einer heruntergekommenen Tankstelle. Künftig soll dort ansprechender Lebens- und Geschäftsraum entstehen. Der neu und entsprechend „grün“ zu gestaltende „Imbergplatz“ zwischen dem Neubauprojekt und dem UKH wird nicht zuletzt dank einer ganzen Reihe an Baumpflanzungen eine wesentlich bessere Visitenkarte für die Stadt abgeben. Der neue Imbergplatz soll ein Ort sein, der die SalzburgerInnen zum Verweilen einlädt. Zudem wird die „Schuchterstiege“, von der aus man die Arenbergstraße erreichen kann neu und vor allem barrierefrei gestaltet!

 

 

Neubebauung Dr.-Franz-Rehrl-Platz: Änderungen im Überblick:

  • Das fünfte Geschoss entfällt, das Spiel der unterschiedlichen Höhen, das auf die umliegenden Bestandsobjekte Bezug nimmt und diese teilweise widerspiegelt, wird jedoch bewahrt. Auf Höhe des 1. Obergeschosses erfolgte eine Reduktion der Höhen

 

  • Baukörper 1:
    Entfall des 1. Obergeschosses zur Erhaltung der differenzierten Höhenstaffelung. Verminderung der Höhe von +17.30m auf +16.50m, bzw. 14.30m auf 12.60m. Kürzung der Auskragung
  • Baukörper 2: Entfall des 1. Obergeschosses zur Erhaltung der differenzierten Höhenstaffelung. Verminderung der Höhe von +19.50m auf +17.50m. Kürzung der Auskragung
  • Baukörper 3: Entfall des 1. Obergeschosses zur Erhaltung der differenzierten Höhenstaffelung. Verminderung der Höhe von +18.90m auf +16.50m, bzw. 15.80m auf 13.20.m Kürzung der Auskragung
  • Baukörper 4: Entfall des 1. Obergeschosses zur Erhaltung der differenzierten Höhenstaffelung. Verminderung der Höhe von +19.90m auf +17.90m, bzw. 12.30m auf 9.50m. Kürzung der Auskragung
  • Baukörper 5: Entfall des 1. Obergeschosses zur Erhaltung der differenzierten Höhenstaffelung Verminderung der Höhe von +18.50m auf +16.50m, bzw. 15.40m auf 12.60m

 

  • Verbindungen zwischen den Baukörpern sind nunmehr eingeschossig und transparent. Die einzelnen Baukörper werden somit – wie von ICOMOS empfohlen – gestärkt.
  • Die Auskragen wurden reduziert und wirken nun wesentlich kompakter
  • Es gibt keine geschoßübergreifenden Fensterformate mehr
  • An den Fassaden kommt nun auch Putz zum Einsatz
  • Das Freiraumkonzept sieht die Fassung eines Platzes zum UKH vor (Imbergplatz). Die in den Entwürfen vorgesehenen Bäume sollen unbedingt zur Ausführung kommen
  • Begrünte Dachterrassen sorgen für hohe Aufenthaltsqualität
  • Die sog. „Schuchterstiege“ wird neu gestaltet und mit einem behindertengerechten Lift ausgestattet
  • Zwischen Neubau und UKH soll ein Shared Space entstehen, der in jedem Fall auch barrierefrei ist.

Praesentation Rehrlplatz Projektstand 2014 (PDF, 7393k)

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