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25 Jahre Städtepartnerschaft Salzburg-Singida

10.09.2009Demokratie

Bericht zu Ehren des 25 jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft und des 15jährigen Bestehens der Regionalkooperation Salzburg-Singida vom 27.07. – 04.08.2009.

In Vertretung für die Stadt Salzburg ist Bürgerlisten Gemeinderat und Mitglied im Vorstand der Städtepartnerschaft Gernot Himmelfreundpointner gemeinsam mit Vorstandsmitglied Klaus Junghuber nach Singida gereist.

Hier ihr Bericht:

Nach Ankunft am Kilimanjaro Airport und 8 stündiger Fahrt mit dem Bus, kamen wir in unserer Partnerstadt Singida, der wir im Auftrag der Stadt Salzburg zu Ehren des 25-jährigen Jubiläums einen Besuch abstatten durften, an.

Sehr herzlich und freundlich empfangen von unserem Freund und Koordinator vor Ort (seit 23 Jahren) Amos Maliwa - bei dem ich mich an dieser Stelle recht herzlich für alles bedanken möchte, besichtigten wir die Projekte, die durch die Stadt Salzburg unterstützt und verwirklicht wurden.

Im Laufe unseres Aufenthalten besuchten wir auch sämtliche Vertreter der Politik von Stadt und Land Singida, die uns mit offen Armen empfangen haben! Wasser Projekt: Seit 2004 wurden diverse Wasserverkaufsstellen eingerichtet, an denen die ca. 150.000 Einwohner der Stadt Singida Wasser zu leistbaren Preisen in der nun unmittelbaren Nähe beziehen können.

Daraus resultierend ist es gelungen, Krankheiten wie Kolera und Typhus auszurotten! Singida betreibt durch die Einnahmen des Wasserverkaufs dieses Projekt selbstständig. Es bedarf nun keiner weiteren Zuschüsse seitens der Stadt Salzburg mehr.

Die Regionalkooperation von Land Salzburg und der Region Singida errichtete in den letzten 15 Jahren eine Vielzahl an Kranken- und Geburtenstation. Somit wird den Menschen am Land eine medizinische Versorgung in ihrer Nähe ermöglicht.

Wir besichtigten ebenso diverse Schulen, die von Salzburg unterstützt werden. Schulklassen umfassen im Schnitt zwischen 100-200 Schüler, die von nur einem Lehrer betreut werden. Die Schulgebäude sind in teilweise desolatem bzw. verfallenem Zustand. Eine Aufstockung der Klassenzimmer, Schulbänke und diversen Einrichtungen wird durch die Städtepartnerschaft in vielen Schulen laufend umgesetzt, ist aber nach wie vor dringend von Nöten.

Ein sehr beeindruckender Besuch war in einem unserer jüngsten Projekte, das Upendo-Home (Heim für Straßenkinder). In Singida leben zwischen 150-200 Kinder ab dem Alter von 4 Jahren auf der Straße. Dieses Kinderheim gibt vielen dieser Kinder zu Essen, ein Zuhause und Geborgenheit. Das Heim ist ausgestattet mit Schlafsälen, einer Küche, einem Speise- und Aufenthaltsraum, einem Gemüsegarten, einem Kuhstall mit 2 Kühen und einem eigenen Brunnen.

Kinder haben hier die Möglichkeit, nach ihrer Schulausbildung Workshops zum Erlernen von handwerklichen Berufen zu besuchen. Diese Einrichtung betreut derzeit 23 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 15 Jahren (geschätztes Alter der Kinder) und soll über die nächsten Jahre sukzessiv ausgebaut werden. Dringenden Handlungsbedarf haben wir nach dem Besuch in der Gehörlosenschule von Singida festgestellt. Diese beeinträchtigten Kinder werden von der Gesellschaft als teilweise „wertlos" angesehen. Es werden z.B. nicht selten Kinder, die mit ihren Eltern oft von weit her kommen, bei der Schule abgegeben, ohne wieder abgeholt zu werden.

Neben dem Schulgebäude wurde bereits Buben- und Mädchenschlafsäle errichtet und ausgestattet, es gibt ein Küchenhaus, jedoch keinen Aufenthalts- bzw. Speiseraum. Aufgrund dieser Tatsache wird die Möglichkeit der Unterbringung von der Regierung nicht genehmigt.

Kinder, die abgegeben wurden oder weite Schulwege haben, müssen derzeit von den Lehrkräften privat betreut und versorgt werden.

Mit einer Investition von nur ca. 5.000,00 Euro kann das Errichten dieser fehlenden Voraussetzung verwirklicht und die Unterkunftsmöglichkeiten können ungehindert genützt werden.

In die Gesichter der Kinder zu sehen und die Tatsache zu kenne, dass durch eine „Lappalie" keine Sicherstellung einer richtigen Unterkunft für diese jungen Menschen gegeben ist, macht uns zornig und traurig zugleich. Wir sehen es als unumstößlich notwendig und dringend an, dieses Projekt schnellstmöglich mit außerordentlichen Mitteln umzusetzen.

Daher bitten wir um eine Vielzahl an Unterstützern.

Spendenkonto:
Kennwort Gehörlosenschule
Kto 71001
BLZ 20404/ Salzburger Sparkasse

Unbestritten sind dieses Projekte existenziell wichtig für das Leben in Singida und ein sozialer Beitrag unserer reichen Welt, um unseren Mitmenschen zu helfen.

Gernot Himmelfreundpointner

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