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Anbringung Erklärungstafeln und Umbenennung der Josef Thorak Straße

11.07.2016  >  KontrollausschussDemokratie

Antrag nach § 22 GGO

Josef Thorak, geb. 1889, gilt als „Lieblingsbildhauer" Hitlers. Die Rolle des Künstlers in der NS-Zeit wurde mehrfach erforscht und bewertet. Die Verstrickungen mit dem NS-Regime sind bekannt. Dennoch stehen die Skulpturen des Künstlers unkommentiert im Kurgarten. Auch erinnert eine Straße in der Stadt Salzburg, im Stadtteil Aigen, an den Künstler.

Zur Beschreibung des Straßennamens findet sich auf der Homepage der Stadt nachfolgender Text mit dem Hinweis auf Überarbeitung.

(Datenquelle: 0201 - Stadtarchiv und Statistik)

Beschreibung:
!! Dieser Text wird überarbeitet und insbesondere um biografische Daten während der Zeit des Nationalsozialismus ergänzt!! _ Josef Thorak, geb. 7.2.1889 in Wien gest. 25.2.1952 in Hartmannsberg bei Rosenheim (Grabmal am St. Peters-Friedhof in Salzburg); akademischer Bildhauer. Nach seiner Keramikerlehre ging Thorak an die Wiener Kunstakademie und beendete sein Studium in Berlin. Er war schon früh erfolgreich und wurde 1928 von der Berliner Akademie mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Anfangs schuf Thorak Bildnisse und Plastiken im Stile Rodins und strebte später zur Monumentalität. In der NS-Zeit stieg er zu einem am meisten beschäftigten und geförderten Künstler des NS-Reiches auf. 1937 wurde er zum Professor an der Akademie in München ernannt. Nach Kriegsende lebte Thorak in Großgmain bei Salzburg. Von ihm stammen u. a. auch die beiden Großplastiken "Kopernikus" und "Paracelsus" in Salzburg.

Lage: Aigen; Parallelstraße zur Baumbichlstraße."

Beschlossen: 18.02.1963

Zuletzt hat der Künstler Bernhard Gwiggner im Mai 2016 mit einer Art Kunstmarathon an Hitlers Lieblingsbildhauer Josef Thorak erinnert. Auch die Landesaustellung 2016 setzt sich kritisch mit dem Künstler unter dem Titel:" Wotruba und Thorak: Ein Salzburger Gipfeltreffen besonderer Art" auseinander.

Es ist längst überfällig bei den Skulpturen Erklärungstafeln anzubringen und die Straße umzubenennen.

Es wird daher nachstehender

ANTRAG nach §22 GGO

gestellt:

Die Abteilung 2  wird ersucht, gemeinsam mit dem Stadtarchiv unter Einbeziehung der eingesetzten Historikerkommission unverzüglich einen Amtsbericht vorzulegen, der die Anbringung von Erklärungstafeln bei den Skulpturen von Josef Thorak im Kurgarten sowie die Umbenennung der Josef Thorak Straße vorschlägt.

Antrag: Umbenennung der Josef Thorak Strasse (PDF, 46k)

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