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Anfrage Sanierung Linzergasse / Neugestaltung Reitsamer-Platz

28.08.2014  >  BauausschussSoziales: Menschen mit Behinderung

Sehr geehrter Frau Stadträtin, Erst kürzlich wurde die „Linzergasse Neu“ fertig gestellt sowie der neugestaltete Reitsamer-Platz offiziell eröffnet.

Obwohl die Behindertenbeauftragte der Stadt in die Projektentwicklung eingebunden war, wurde es im Zuge der Neugestaltung verabsäumt, die Linzergasse barrierefrei zu gestalten: http://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/chronik/linzer-gasse-neu-gepflastert-aber-die-geschaefte-sind-nicht-barrierefrei-zugaenglich-d760120.html. Laut der Behindertenbeauftragten hätte man die Linzergasse, auf Grund des Niveauunterschiedes „zur Buckelpiste ausbauen“ müssen. Dort, wo es ging, sei ein barrierefreier Zugang geschaffen worden, so die Beauftragte.

Die Kritik ist dennoch groß, zumal ab 2016 die Geschäfte barrierefrei zugänglich gemacht werden müssen:  http://www.mabacher.com/blog/accessibility-check-linzergasse/.Harald Saller spricht in seinem Blog von einer „Vergebenen Chance für Barrierefreiheit“: http://zartbitter.co.at/gesellschaftspolitik/wirtschaft/linzergasse-neu-eine-vergebene-chance-fuer-barrierefreiheit/. Nur ganz wenige Geschäfte und Lokale bieten einen ungehinderten Zugang, wie zum Beispiel die Apotheke in der Linzergasse 5.

Bereits während der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen im März 2014 wurde Kritik der Betroffenen laut. Als Reaktion wurde von Ihrer Vorgängerin versprochen, bei der Renovierung ab dem ehemaligen Standort des Centralkinos bis hin zum Cornelius-Reitsamer-Platz auf Barrierefreiheit zu achten: http://www.meine-nachrichten.at/index.php/nachrichtenleser-stadt/eine-vergebene-chance-fuer-barrierefreiheit.html. Bedauerlicherweise finden sich in diesem Bereich – nach erfolgter Neugestaltung –  trotzdem eine Reihe von Geschäften und Lokalen mit Zugangsbehinderungen für Menschen mit Behinderungen.

In diesem Zusammenhang stelle ich folgende

Anfrage:

  1. Bei welchen Objekten wurde im Rahmen der Neugestaltung der Linzergasse sowie des Reitsamer-Platzes ein barrierefreier Zugang geschaffen? ( Bitte um Aufzählung der Objekte unter Angabe der Hausnummern)

  2. Warum konnte bei diesen Objekten ein ungehinderter Zugang geschaffen werden?

  3. Welche baulichen Maßnahmen zur Gestaltung der Barrierefreiheit wurden gesetzt?

  4. Wer hat die damit verbundenen Kosten bezahlt und wie hoch waren diese im Einzelnen?

  5. Gab es Geschäfts- und Lokalzugänge, bei denen es möglich war, ausschließlich durch einen Niveauausgleich einen ungehinderten Zugang zu schaffen?

  6. Wenn ja, um welche Objekte hat es sich dabei gehandelt und sind dadurch Mehrkosten entstanden?

  7. Wie groß waren die Niveauunterschiede im Einzelnen?

  8. Bei einigen Geschäfts,- bzw. Lokalzugängen fällt auf, dass nur wenige Zentimeter fehlen, um einen ungehinderten Zugang zu ermöglichen. Warum wurde in diesen Fällen, kein Niveauausgleich gemacht?

  9. Wurde vor Beginn der Neugestaltung eine Bestandserhebung der betroffenen Geschäfts- und Lokalzugänge durchgeführt und der Aspekt des barrierefreien Zuganges beachtet?

  10. 10. Wenn ja, in welcher nachvollziehbaren, dokumentierten Form ist dies erfolgt?

  11. Wenn nein, warum ist dies nicht erfolgt?

  12. Welche Aktivitäten wurden gesetzt, um die HauseigentümerInnen und / oder Geschäftsleute dazu zu bewegen bzw. zu animieren, dass sie im Zuge der Neugestaltung barrierefreie Zugänge schaffen?

  13. Gab es in diesem Zusammenhang im Vorfeld Kontakt mit dem Altstadtverband, bzw. der Kaufmannschaft der Rechten Altstadt, damit dieser seine Mitglieder über die gesetzliche Lage aufklärt und zur Schaffung von barrierefreien Zugängen animiert? Immerhin handelt es sich bei dieser Gruppe von Kunden und Kundinnen um ein wirtschaftliches Potential. Immerhin hat der Obmann der Kaufmannschaft einen barrierefreien Zugang und die übrigen Geschäfte nicht.

  14. Ist die „Angelegenheit“ für Sie nach Abschluss der Neugestaltung – trotz der lautgewordenen Kritik – erledigt oder werden seitens Ihres Ressorts Maßnahmen – insbesondere in Abstimmung mit dem Altstadtverband und der Kaufmannschaft – überlegt, um nachträglich barrierefreie Zugänge in den sanierten Abschnitten zu erreichen ?

  15. Die Linzergasse ist ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte“, sagt beispielsweise Manfred Fischer, ein Experte aus OÖ und daher meine abschließende Frage:  Welche Maßnahmen wollen Sie setzen, um nicht die gleichen Fehler bei der Sanierung der Getreidegasse zu wiederholen bzw. dafür zu garantieren, dass die Geschäfte und Lokale in der Getreidegasse barrierefrei zugänglich sind?

 

 

Ingeborg Haller

Anfrage im Original (PDF, 42k)

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