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Antrag: Frauen und Mobilität

18.09.2013  >  GemeinderatKultur

Im Sommer 2013 wurde der neue Salzburger Frauenbericht 2013 vorgestellt:

Der umfangreiche Bericht enthält wichtige Zahlen und Fakten zur Lebenssituation von Frauen in der Stadt Salzburg. Unter dem Kapitel „Soziale Lage der Salzburgerinnen" werden wichtige Themen, wie die Wohn-, Arbeits- und Einkommenssituation der Frauen dargestellt.

Ein wichtiges Kapitel aber fehlt: wie sind die Salzburgerinnen in der Stadt unterwegs? Fahren sie mit dem Auto, bewältigen sie ihre Wege mit dem Bus, zu Fuß oder per Fahrrad. Das Mobilitätsverhahen von Frauen sollte in einem Frauenbericht nicht fehlen.

Auch wenn nur 3,3,% der befragten Frauen das Thema „Verkehr und Mobilität" als „Schwäche in der Frauenpolitik der Stadt" angegeben haben , während das Thema „Bildung inkl. Kindergärten" mit 33 % in der Defizitbewertung viel weiter vorne liegt,( Seite 47 des Frauenberichtes ), ist es notwendig, Daten zum Mobilitätsverhalten von Frauen zu erheben bzw. vorhandene Daten zuDenn - wie im Bericht (Seite 11) selbst ausgeführt wird: „Ohne sichten und aufzubereiten geschlechtersensibel aufbereitete Daten gibt es keine gesicherten Argumentationsgrundlagen fiir die geschlechtergerechte Politik einer Kommune".

Laut VCÖ (Verkehr aktuell 5/2009) sind Frauen im Mobilitätsbereich den Männern nichtFrauen sind nach wie vor vorrangig für die Versorgung der Familie und die Hausarbeit gleichgestellt: zuständig, unabhängig ob sie arbeiten oder nicht. Frauen sind daher im Durchschnitt anders mobil als Männer, was die Wegezwecke und die Wahl der Verkehrsmittel betrifft. Frauen müssen oft mehrere Aufgaben unter einen Hut bringen. Ein „typischer Frauenweg" verbindet mehrere Wegzwecke, von der Arbeit nach Hause fahren, dabei unterwegs Einkaufen, die Kinder vom Kindergarten abholen. Teile des Weges werden zu Fuß, andere mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zurück gelegt. Frauen sind „multimodal" - wie das im Fachjargon heißt- unterwegs, d.h. sie verwenden unterschiedliche Verkehrsmittel. Erhebungen zum Verkehrsverhalten, beispielsweise in der Stadt Wien aus dem Jahr 2006 zeigen, dass Frauen mehrheitlich mit den Öffis unterwegs sind. Der Ausbau und die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs kommt daher vor allem den Frauen zu Gute.

Mobilität ist eine wesentliche Voraussetzung, um am sozialen Leben teilzunehmen und die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Da sich der aktuelle Salzburger Frauenbericht nicht mit dem Thema Mobilität auseinandersetzt, ist die Ergänzung des Berichtes in Form eines Anhanges notwendig.

Ich stelle daher den Antrag:

Das Frauenbüro der Stadt Salzburg (MD/Ol) veranlasst die Ergänzung des Frauenberichtes der Stadt Salzburg 2013 um das Kapitel „Frauen und Mobilität".

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