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Seniorenheim Lehen - Alltagsnähe und Normalität

22.10.2008  >  GemeinderatSoziales: SeniorInnen und Generationen

Die Stadt Salzburg wird in die Errichtung des Seniorenheims Lehen 3,1 Millionen Euro investieren, sowie zum laufenden Betrieb jährlich 110.000 Euro beisteuern.

Dies ohne öffentliche Präsentation und politische Diskussion der unterschiedlichen Betreiber-Konzepte und ohne sich an der Auswahl des zukünftigen Heim-Betreibers zu beteiligen.

Als Betreiberin wurde federführend von der Wohngenossenschaft Salzburg, die Firma Senecura ausgewählt. Laut Auskunft der Vorarlberger Landesregierung und mehrerer Heimleiter führt Senecura qualitativ angemessene, ausschließlich jedoch große, Standardheime. Senecura kalkuliert knapp - auch personell - und betont immer wieder, dass sie Heime wirtschaftlich führt. Der Entscheidung einer Gemeinde für Senecura liegt meistens der Kostenfaktor zu Grunde.

Was Senecura nicht bietet ist Innovation - unter der Führung von Senecura finden sich etwa keine kleinräumigen Wohnformen und keine Haus- und Wohngemeinschaften. Senecura betreibt Standardheime wie sie derzeit in Österreich noch aktuell sind, wie sie jedoch etwa in Deutschland oder Holland bereits als veraltet gelten.

Der Trend in der Altenpflege geht eindeutig in Richtung kleiner, wohnortnaher Betreuungseinheiten. Die Salzburger Landesregierung hat bereits vor mehr als einem Jahr mit einem Leitfaden zur Planung von Hausgemeinschaften und am 6.10.2008 mit der beschlossenen Förderung auch bei Errichtung von Heimen nach dem Prinzip der Haus- und Wohngemeinschaft, dem Wunsch der Betroffenen und Angehörigen nach einer familienähnlichen Betreuungsform Rechnung getragen.

Die Stadt Salzburg hat es durch Inaktivität leider verabsäumt, ein Seniorenheim mit zukunftweisendem Konzept für Lehen zu sichern.

Umso wichtiger ist es jetzt, sich bei der Detailerarbeitung des Pflege- und Betreuungskonzeptes und der Gestaltung einzumischen - laut Vorvereinbarung zum Pachtvertrag wird dies im Einvernehmen geplant und entschieden, und zwar gemäß der Vorgaben der Abteilung 3/Sbg. Landesregierung/Soziales, der Abteilung 10/Sbg. Landesregierung/Wohnbauförderung und der Abteilung 3/Magistrat Salzburg/Soziales - und größtmögliche Alltagsorientierung und Normalität für die zukünftigen BewohnerInnen zu erreichen.

Ich stelle daher folgenden Antrag:

Die Abteilung 3/Soziales wird ersucht bei der Erarbeitung des Pflege- und Betreuungskonzeptes, sowie der Gestaltung und Ausstattung des geplanten Seniorenheims in Lehen, nachfolgende Inhalte in die Verhandlungen einzubringen und zu fordern:

  1. Ein Stockwerk des Seniorenheims Lehen soll nach dem Modell der Haus- und Wohngemeinschaften - gemäß „Leitfaden zur Planung und Implementierung von Hausgemeinschaften/ Salzburger Landesregierung" geführt werden.
  2. In den übrigen Stockwerken, in denen klassische Wohngruppen vorgesehen sind, wird sichergestellt, dass täglich mindestens eine Mahlzeit vor Ort im Stockwerk gekocht oder zubereitet wird, die BewohnerInnen je nach Fähigkeiten und Wünschen eingebunden werden und so Alltag und Normalität entstehen kann. Die dafür notwendige Infrastruktur, sowie das entsprechende Personal sind sicher zu stellen.
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