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Mehrweg statt Einweg am Christkindlmarkt

25.02.2010  >  VBgm. PreunerNatur und Umwelt: Umweltschutz

Gemeinderätin Ingeborg Haller möchte von Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP) wissen, wie in Zukunft am Chrsitkindlmarkt, wo täglich über eine Tonne (!) Müll angefallen ist, Mehrweggebinde forciert werden können.

Das Amt der Salzburger Landesregierung hat im November 2008 das Österreichische Ökologie Institut mit einer Kurzanalyse des Salzburger Christkindlmarktes mit Schwerpunkt Abfallvermeidung und Abfalltrennung beauftragt. Der Evaluierungsbericht spricht für sich.

Der Großteil der insgesamt 12 Stände mit Essens- und Getränkeausgabe am Salzburger Christkindlmarkt verwendete im Jahr 2008 Einwegbecher und Einwegverpackungen. Nur drei Stände setzten auf mehrfach verwendbare Porzellantassen. Für die Sammlung der anfallenden Müllmenge des Weihnachtsmarktes wurden ca. 20 zusätzliche Abfallsammelbehälter aufgestellt, die während des Marktbetriebes laufend von Mitarbeitern der Straßenbauregie entleert wurden.

Abfallbilanz 2008

Die daraus resultierende Abfallbilanz für das Jahr 2008 konnte sich im negativen Sinne sehen lassen: Die Gesamtabfallmenge des Christkindlmarktes betrug im Jahr 2008 während des gesamten Zeitraums (21.11. - 26.12.2008) ca. 40 Tonnen (das waren 1,1 Tonnen pro Tag,)!

Der Anteil des Restmülls betrug ca. 30 Tonnen. Bei der Zusammensetzung der Restabfallmenge dominieren mit 40 Prozent die Einweggetränkebecher und Einweggeschirr!

Der Abtransport dieser Müllmenge erfolgte im Jahr 2008 durch Mitarbeiter der Stadt. Die Reinigung des Christkindlmarktes erforderte ca. 385 Arbeitsstunden. In Summe betrug der Gesamtaufwand für Abfallsammlung, Entsorgung und Platzreinigung in einer Grobschätzung 27.500 Euro.

Das Müll produzierende Einwegsystem (das Heißgetränk im Plastikbecher) ist darüber hinaus auch bei den Besuchern und Besucherinnen des Christkindlmarktes nicht beliebt.57 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass Mehrweggeschirr umweltfreundlicher sei und auch abfallvermeidend. Drei Viertel der Besucher und Besucherinnen würden die Verwendung von Mehrweggeschirr befürworten und zeigten sich auch darüber verwundert, dass der Salzburger Christkindlmarkt keine Keramik-Tassen anbiete, wie dies z. B. bei deutschen Adventmärkten, aber auch in anderen österreichischen Landeshauptstädten bereits seit langem der Fall ist.

Abfallbilanz 2009

Medienberichten zu Folge ( SN vom 29.1.2010) hat das Ökologie-Institut für das Land Salzburg im Jahr 2009 eine Müllanalyse durchgeführt, wobei die Bilanz ernüchternd ist. Die Restmüllmenge ist um 39 Prozent gestiegen, während gleichzeitig die getrennte Sammlung von Altpapier und Kartonagen zurückgegangen ist. Es daher hoch an der Zeit beziehungsweise längst überfällig, dass die Stadt Maßnahmen setzt, um zu gewährleisten, dass unter anderem auf den Märkten, insbesondere dem Salzburg Christkindlmarkt- so wie in anderen Städten- ein Mehrweggebot für den Ausschank von Heiß- und Kaltgetränken eingeführt wird. Die Bürgerliste hat diesbezüglich im November 2009 einen entsprechenden Antrag gestellt.

Ich stelle daher die Anfrage:

  • Ist Ihnen die vom Land Salzburg in Auftrag gegebenen Müllanalyse zum Salzburger Christkindlmarkt für das Jahr 2009 bekannt?
  • Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus bzw. welche Maßnahmen setzen Sie, um in Hinkunft den Anstieg der Restmüllmenge und den Rückgang der getrennten Sammlung von Altpapier und Kartonagen beim Salzburger Christkindlmarkt zu vermeiden?
  • Welche Maßnahmen setzen Sie, um zu gewährleisten, dass in Hinkunft, beginnend mit 2010, alle Standbetreiber des Salzburger Christkindlmarktes bei Ausschank von Heiß- und Kaltgetränken sowie Speisen ein Mehrwegsystem anbieten?
  • Wann wird seitens Ihres Ressort ein Amtsbericht vorgelegt, der die Behandlung und Erledigung des Antrages vom November 2009 beinhaltet?

Anfragebeantwortung Preuner (PDF, 143k)

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