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Dringlichkeitsantrag: Busspur Eugendorf

11.05.2010  >  GemeinderatPlanung: Verkehr

Gemeinderat Bernhard Carl hat folgenden Dringlichkeitsantrag in den Gemeinderat eingebracht.

Seit etwa acht Jahren gibt es die Busspur in Eugendorf, um den öffentlichen Verkehr zu beschleunigen und so täglich tausende PendlerInnen schneller und umweltfreundlicher in die Stadt zu bringen.

Am 24. Februar 2010 wurde in Eugendorf im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung das Projekt "Simulation Pförtneranlage Eugendorf" vorgestellt. In diesem Projekt ist geplant, die Busspur für alle KFZ zu öffnen und den Radweg in einen zusätzlichen Fahrstreifen umzuwandeln. Weiters soll an den Ortszufahrten aus Seekirchen und Henndorf kommend eine Ampelanlage errichtet werden. Geplante Inbetriebnahme soll am 1. Juli 2010 sein. Diese Maßnahmen fallen in den Wirkungsbereich des Landes.

Das Salzburger Landesmobilitätskonzept 2006 - 2015 sieht vor, dass ab 20 Bussen pro Fahrtrichtung und Tag eine Busspur errichtet werden soll. In Eugendorf fahren bereits heute mehr als 70 Busse pro Fahrtrichtung und Tag. In der Morgenspitze fährt im Schnitt alle fünf Minuten ein Bus. Das Auflassen der Busspur steht dazu im Widerspruch.

Die Öffnung der Busspur in Eugendorf für den Individualverkehr und damit die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der beiden Hauptverkehrsachsen in die Stadt Salzburg - Autobahn und B 1 - führt folglich zwangsläufig zu einer Steigerung der Verkehrsfrequenzen, insbesondere zu den Spitzenzeiten in den bereits jetzt überlasteten Einfahrtsbereichen.

Sollten tatsächlich in der Spitzenstunde (vorwiegend morgens) um 40 Prozent mehr Fahrzeuge von Eugendorf in die Stadt gelangen, ist unweigerlich mit einer Verschärfung der Stauerscheinungen zu rechnen. Dies gilt auch für die Annahme, dass ein Teil dieser Fahrzeuge schon jetzt auf den Strecken unterwegs ist und derzeit auf nicht erwünschten Schleichwegen Eugendorf durchquert. Eine derartige Erhöhung der Leistungsfähigkeit für den MIV wird auch unweigerlich zur Folge haben, dass zusätzlicher Verkehr, der jetzt auf anderen Routen in die Stadt gelangt, in Hinkunft die Strecke über Eugendorf wählt, so dass in Summe die Gesamtverkehrsbelastung, auch in Eugendorf, deutlich höher wird und sich die Problematik bei den Stadteinfahrten nochmals verschärft.

Wenn dann noch die Busse vermehrt im Stau stecken, werden jene BenützerInnen, die die Möglichkeit haben, vermehrt auf das eigene Auto umsteigen, was die Problematik noch einmal verschärft.

Verkehrsplaner erwarten dadurch sowohl im Bereich der Stadteinfahrt Gnigl erhöhte Stauerscheinungen, als auch im Bereich des jetzt schon morgens häufig überlastetem Knoten Nord einen Rückstaus bis auf die Autobahn.

Gerade die Stadt Salzburg leidet extrem unter den Pendlerströmen, die mit dem eigenen KFZ in die Stadt kommen und den damit verbundenen Folgen für Umwelt und Gesundheit. Eine weitere Verschärfung dieser Situation ist den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht zuzumuten.

Es ergeht daher folgender Dringlichkeitsantrag:

Die Landesregierung wird dringend ersucht,

  • ein detailliertes Gesamtkonzept zur Entschärfung der Verkehrsproblematik in Eugendorf zu erarbeiten und dabei die betroffenen Anrainer mit einzubinden, sowie
  • bis zur Vorlage des Gesamtkonzeptes die weitere Umsetzung der Pförtneranlage, insbesondere den Beginn der Umbaumaßnahmen, die Öffnung der Busspur und das Auflassen des Radweges zu stoppen.
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