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Sanierung Neutortunnel

04.08.2010  >  StR. SchmidtPlanung: Altstadt

Trotz Sanierungsmaßnahmen um 700.000 Euro dringt weiterhin Wasser in den Neutottunnel ein, was vor allem Für RadfahrerInnen gefährlich sein kann. GR Haller hat deshalb eine Anfrage an Baustadträtin Schmidt (VP) gestellt.

Genau vor einem Jahr, nämlich im Sommer 2009 wurde öffentlich bekannt, dass das Neutor dringend saniert werden muss. Die notwendigen Maßnahmen wurden eingeleitet und die Mittel in Höhe von maximal 780 000 Euro brutto wurden daraufhin vom Gemeinderat freigegeben. Bereits damals wurde neben dem abbrechenden Gestein auch auf die Wassereintritte im ersten Drittel des Tunnels auf der Altstadtseite hingewiesen, die eine Sanierung erforderlich machten.

Seitens des Bauressorts hieß es anlässlich der Abnahme des Bauwerkes im Dezember 2009: „Die Sanierung des Neutores war infolge abbrechenden Gesteins, bröckelndem Spritzbeton und durchdringendem Wasser auf einer Länge von 90 m notwendig geworden. Die Stadt Salzburg hat dabei rund 700.000 Euro investiert. Damit wurden über 300 Stahl- Anker in den Fels getrieben und mit diesem speziell verklebt. Die 2.000 Quadratmeter große Fläche wurde schließlich mit fünf Tonnen Eisengittern bewehrt und mit einer neuen Schicht Spritzbeton ausgekleidet".

Nach Fertigstellung der Arbeiten stellt sich heraus, dass nach wie vor Wasser vor allem im nördlichen Bereich auf der Altstadtseite von der Decke nach außen dringt.

Vor allem für Radfahrer und Radfahrerinnen ist diese Situation ziemlich unangenehm und auch gefährlich. Das Radfahren könnte in dem Bereich gerade in der kalten Jahreszeit zur gefährlichen Rutschpartie werden. Von Verkehrssicherheit kann daher keine Rede sein. Sofortige Maßnahmen sind notwendig, damit der Tunnel nach der Sanierung auch für die Radfahrer und Radfahrerin ohne Beeinträchtigung benützt werden kann.

Trotz der horrenden Kosten, die die Sanierung verschlungen hat, wird erst jetzt öffentlich bekannt gemacht, dass der Tunnel offenbar nie ganz trocken wird. Im Berg befinden sich laut Geologen Höhlensysteme, in denen sich Wasser sammelt, das sich seinen Weg nach außen bahnt. Eine Art Dachrinnensystem, das jetzt zusätzlich installiert wird, soll Abhilfe schaffen.

Ich frage mich, warum auf die geologischen Gegebenheiten des Berges nicht von Beginn an Bedacht genommen wurde und erst im Nachhinein eine Art Dachrinnensystem installiert wird, das angeblich Abhilfe schaffen soll. Wie ist es möglich ist, dass erst nach Auftreten der Mängel bekannt wird, dass Wasseraustritte unvermeidlich sind und wer trägt die Kosten, die mit der Mängelbehebung bzw. der Installierung des Dachrinnensystems verbunden sind?

Das Projekt hat bisher immerhin nach Angaben des Bauressorts an die 700 000 Euro an Steuergeld verschlungen.

Es werden daher nachfolgende Fragen an Sie als zuständige Ressortchefin gestellt:

  • Wie viel hat die Tunnelsanierung inklusive der Portalsanierung tatsächlich gekostet?
  • Liegt bereits eine Endabrechung vor?
  • Wenn ja: Wie sieht die diese aus (nach Posten aufgeschlüsselt)?
  • Wenn nein, warum liegt diese noch nicht vor und wann ist mit der Endabrechnung zu rechnen?
  • Wann wurde Ihnen erstmals bekannt, dass der Tunnel insbesondere im Bereich zur Altstadtseite hin undicht ist und permanent Wasser von der Decke tropft?
  • Welche Maßnahmen haben Sie nach Bekanntwerden gesetzt?
  • Was ist die Ursache für die gegenwärtigen Wasseraustritte und wie kann eine nachhaltige Behebung erfolgen?
  • Wurden die geologischen Gegebenheiten vor der Tunnelsanierung beachtet?
  • Wenn ja, in welcher Art und Weise und warum kommt es nach Fertigstellung dennoch zu Wasseraustritten?
  • Wenn nein, warum wurden die Gegebenheiten außer Acht gelassen?
  • Ist es richtig, dass eine Art Dachrinnensystem installiert wird?
  • Wenn ja, führen Sie bitte aus, wie diese Dachrinnensystem funktioniert und welche baulichen Maßnahmen damit verbunden sind und ob diese zu Verkehrsbehinderungen führen?
  • Wenn nein, welche Sanierungsmaßnahmen werden anstelle dessen gesetzt?
  • Wie hoch sind die Kosten hiefür und wer trägt diese Kosten?
  • Wann beginnen die Sanierungsmaßnahmen und wann ist mit einer Fertigstellung zu rechnen?

Mag. Ingeborg Haller

Anfragebeantwortung Neutor (PDF, 146k)

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