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Residenzplatz: Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung

04.08.2010  >  StR. SchmidtPlanung: Altstadt

Wie geht es mit der Gestaltung des Rsidenzplatzes weiter und ist ein Mahnmal zur Erinnerung an die einzige Bücherverbrennung in Österreich 1938 in Planung? Diese Fragen richtet Gemeinderätin Haller an Baustadträtin Schmidt (VP).

Anlässlich eines Interviews in der Wochenzeitung Stadt Blatt (Ausgabe Nr. 28, vom 14.7.2010) haben sie zur Frage „An welcher Stelle steht der Residenzplatz?" mitgeteilt, dass im Budget Planungskosten für den Platz vorgesehen sind und mit Fachleuten, dem Bundesdenkmalamt und der Altstadtkommission ein Konzept erarbeitet wird. Dabei sollen auch die umliegenden Plätze miteinbezogen werden, damit die Innenstadtplätze ein Gesamtbild ergeben.

Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, fand in Salzburg auf dem Residenzplatz am Abend des 30.April 1938 eine Bücherverbrennung statt. In dem von der Kulturabteilung der Landeshauptstadt Salzburg herausgegebenen Band Antifaschistisches Mahnen und Gedenken in Salzburg. Das Mahnmal auf dem Südtirolerplatz im Kontext Salzburg 2005 weist der Historiker Gert Kerschbaumer in seinem Beitrag „Widerstand und Verfolgung in der Stadt Salzburg 1934-1938-1945" auf Seite 9 darauf hin, dass die Stadt Salzburg die einzige Stadt in Österreich war, in der Bücherberge öffentlich verbrannt wurden. Am Abend des 30. April 1938 werden auf dem Residenzplatz vor dem Dom Bücher verbrannt, initiiert vom Politiker und Heimatdichter Karl Springenschmid. Insbesondere werden auch Bücher des bis 1934 in Salzburg lebenden Schriftstellers Stefan Zweig als „jüdisches Geschreibe" verbrannt.

Ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung in der Stadt Salzburg fehlt aber noch immer. Das Gedenken an dieses Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit hat in angemessener Form zu erfolgen, zumal der Residenzplatz einer der bekanntesten Plätze der Stadt ist.

Ursprünglich sollte über Antrag der Bürgerliste im Zuge der Neugestaltung des Residenzplatzes im Rahmen des Siegerprojektes Rieder / Knittel ein Mahnmal errichtet werden. Da dieses Projekt jedoch nicht umgesetzt wird, ist es notwendig, Maßnahmen zu setzen, um ein Mahnmal zur Erinnerung an dieses historische Ereignis zu errichten.

Deshalb habe ich im September 2009 neuerlich einen Antrag mit dem Wortlaut

„Ein Mahnmal zur Erinnerung an die am 30. April 1938 stattgefunden Bücherverbrennung am Residenzplatz ist zu errichten. Die Ausschreibung hat unter Einsetzung einer Fachjury, die historische und künstlerische Anforderungen an das zu errichtende Mahnmal formuliert, zu erfolgen. Die nötigen finanziellen Mittel sind im Budget 2010 vorzusehen."

an die Fachabteilung ( Kulturabteilung ) gestellt.

Da Sie bzw. Ihr Bauressort offenbar gerade dabei sind, ein Konzept zur Gestaltung des Residenzplatzes zu erarbeiten, möchte ich wissen, ob und in welcher Form bei Erstellung des Konzeptes die Errichtung eines Mahnmals mitberücksichtigt wird und ob bereits mit der Kulturabteilung, die die Ausschreibung unter Einsetzung einer Fachjury vornehmen sollte, Kontakt aufgenommen wurde.

Ich richte daher nachfolgende Fragen an Sie:

  • Wie hoch sind die Planungskosten, die im Budget 2010 vorgesehen sind, unter welcher VAST sind sie abgebildet und wie viel wurde davon bereits im laufenden Jahr verbraucht?
  • Wer ist an der Erarbeitung des Konzeptes zur Gestaltung des Residenzplatzes mitbeteiligt?
  • Liegt bereits ein Konzept vor?
  • Wenn ja, was beinhaltet dieses Konzept?
  • Wenn nein, wann wird es fertig gestellt?
  • Ist im Konzept zur Gestaltung des Residenzplatzes auch die Errichtung eines Mahnmals zur Erinnerung an die Bücherverbrennung vorgesehen?
  • Wenn ja, in welcher Form?
  • Wenn nein, warum nicht?

Anfragebeantwortung Schmidt (PDF, 70k)

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